Ein Schild am Eingang zum Gebäude der Bundesanwaltschaft

eilmeldung

Stand: 06.05.2026 • 08:06 Uhr

Seit dem Morgen laufen Durchsuchungen der Polizei bei mehr als 36 mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppen „Deutsche Jugend Voran“ und „Jung und Stark“. Es geht um den Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Seit dem Morgen durchsucht die Polizei Wohnungen von mehr als 36 mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppen „Deutsche Jugend Voran“ (DJV) und „Jung und Stark“ (JS). Der Generalbundesanwalt wirft beiden Gruppen vor, kriminelle Vereinigungen gebildet zu haben. Festnahmen sind nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios und SWR nicht geplant.

Die Durchsuchung findet in zwölf Bundesländern statt. Es geht um Beschuldigte, die überwiegend Jugendliche oder junge Erwachsene sind. Einige von ihnen sind nach Informationen aus Ermittlungskreisen bereits in der Vergangenheit als gewalttätig aufgefallen. Viele der 36 Beschuldigte gelten als Rädelsführer der beiden Organisationen.

Insgesamt schätzen die Sicherheitsbehörden das Personenpotenzial der beiden Gruppen auf jeweils mehrere Hundert Personen. Der Generalbundesanwalt sieht in den Gruppen jeweils eine kriminelle Vereinigung und hat das Verfahren wegen der möglichen besonderen Bedeutung an sich gezogen.

Weiterer Schlag gegen rechtsextremistische Jugendgruppen

Damit holt die Bundesanwaltschaft zu einem weiteren Schlag gegen rechtsextremistische Jugendgruppen aus. DJV und JS gelten dabei als besonders gewaltbereit. Zuletzt hatte Generalbundesanwalt Jens Rommel mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“ vorgeworfen, eine terroristische Vereinigung zu sein. Gegen DJV und JS ermittelt die Bundesanwaltschaft nun wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung.

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