Für viele Menschen gehören Hunde zu den wichtigsten Begleitern ihres Alltags – sie prägen Familien, Routinen und ganze Stadtbilder. Die Zahl der Hunde in deutschen Haushalten ist über viele Jahre hinweg kontinuierlich gewachsen. Seit 2023 ging sie wieder leicht zurück, wie eine Auswertung von Statista zeigt: Zehn Millionen Hunde lebten demzufolge 2025 in deutschen Haushalten, im Jahr zuvor waren es noch 10,5 Millionen. Trotz des jüngsten Rückgangs bleibt das Niveau hoch: Nach Angaben des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) hatte 2025 jeder fünfte Haushalt mindestens einen Hund. Noch verbreiteter ist nur die Katze, die in 24 Prozent der Haushalte lebte.

Das wirft die Frage auf, welche Städte ihren vierbeinigen Bewohnern tatsächlich ein gutes Leben ermöglichen. Während man in Großstädten an jeder Ecke Hunde sieht, unterscheiden sich die Lebensbedingungen für sie erheblich. Das zeigt der neue Dog Wellbeing Index 2026, der die 25 größten Städte Deutschlands miteinander vergleicht.

Dog Wellbeing Index 2026: Welche Kriterien sind für ein gutes Hundeleben entscheidend?

Für den Dog Wellbeing Index 2026 von Coway Europe wurden sieben Faktoren herangezogen, die jeweils auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet wurden. Dazu gehören:

  • Verhältnis von Hunden zur Bevölkerung
  • Grünflächenanteil
  • Anzahl der Tierärzte
  • Verfügbarkeit von Hundepensionen
  • Luftqualität
  • Hundepflege-Angebote
  • Angebot an Hundeschulen

Maximal waren also 70 Punkte erreichbar. Der Ansatz kombiniert damit sowohl Infrastruktur als auch Umweltbedingungen – zwei Bereiche, die laut Coway für das Wohlbefinden von Hunden entscheidend sind. Wie schneiden deutsche Großstädte bei der Frage, wie lebenswert sie für Hunde sind, im Vergleich ab?

Lebenswerteste Städte für Hunde: Welche Großstadt schneidet am besten ab?

Mit 55,1 Gesamtpunkten liegt Hannover klar an der Spitze des Rankings. Die niedersächsische Landeshauptstadt überzeugt durch:

  • ein breites Angebot an Hundeschulen und Pflege
  • eine hohe Hundedichte
  • viel Grün und eine starke tierärztliche Versorgung
  • sehr gute Luftqualität

Das Fazit des Dog Wellbeing Index 2026: „Hannover ist ein ausgezeichneter Ort für Hunde und ihre Halter.“ Auf Platz zwei im Ranking folgt Duisburg (39,4 Punkte), knapp vor Hamburg (39,3 Punkte). Beide Städte profitieren von guter Infrastruktur, wobei Duisburg besonders bei Tierärzten und Pensionen stark abschneidet. Weitere Städte in Westdeutschland erhalten insgesamt eine gute Bewertung des Lebensstandards für Hunde: Bielefeld (39,1 Punkte), Gelsenkirchen (37,5 Punkte), Essen (37,2 Punkte) und Wuppertal (37,2 Punkte).

Nicht so hundefreundlich: Welche Städte landen im Ranking hinten?

Am unteren Ende des Rankings stehen überraschend mehrere süddeutsche Städte: München und Nürnberg teilen sich mit 19,2 Punkten den letzten Platz. Auch Mannheim (20,0 Punkte) und Stuttgart (20,1 Punkte) schneiden schwach ab. Zusammen mit Augsburg (23 Punkte) liegen somit fünf der neun Schlusslichter, die weniger als 25 Gesamtpunkte erreichen, im Süden – Regionen, die sonst oft für hohe Lebensqualität stehen. Weitere schlecht abschneidende Städte im Ranking sind Frankfurt am Main und Berlin mit 21 Punkten sowie die sächsischen Großstädte Dresden (22,9 Punkte) und Leipzig (23,6 Punkte).

Auffällig ist in der Auswertung zudem, dass mittelgroße Städte oft besser abschneiden als große Metropolen. Bielefeld (Platz 4) und Wuppertal (Platz 7) profitieren laut Coway etwa von hohen Grünflächenwerten, guter Luftqualität und ausreichend Raum für Bewegung. Auch Karlsruhe findet sich mit 29,2 Punkten im guten Mittelfeld im Ranking – und schafft es nur knapp nicht in die Top 10.

Damit zeigt der Index: Nicht die Größe oder wirtschaftliche Stärke einer Stadt entscheiden über Hundewohl, sondern die konkrete Stadtplanung, die sowohl das menschliche als auch das tierische Wohlbefinden berücksichtigt.

Diese 10 Rassen eignen sich als Familienhunde – mit Bildern

Golden Retriever können mit ihren dunklen, freundlichen Augen wohl jedes Familienmitglied um den Finger wickeln. Ihr freundliches Wesen macht sie laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) zu einem der beliebtesten Familienhunde.

Wer sich ein neues Familienmitglied anschaffen möchte, sollte die Wahl der Hunderasse gut überdenken. Denn nicht jeder Vierbeiner eignet sich gleichermaßen für das Zusammenleben mit Kindern. Wir zeigen zehn Rassen, die besonders familienfreundlich sind.

Warum sind Grünflächen und Bewegungsfreiheit für Hunde so wichtig?

Hunde brauchen täglich Bewegung, soziale Kontakte und abwechslungsreiche Umgebung. Asphaltgeprägte Innenstädte mit strenger Leinenpflicht bieten dafür oft wenig Raum, schreibt das Online-Portal diethueringer.de. Besonders aktive und beliebte Rassen wie Labrador Retriever, Schäferhunde oder Jagdhunde sind auf freie Auslaufflächen angewiesen – was in einigen Großstädten schwierig werden kann.

Städte, die im Ranking des Dog Wellbeing Index vorn liegen, kombinieren wohnortnahe Parks, Wälder oder Wasserflächen, gute medizinische Versorgung sowie vielfältige Angebote für Training und Pflege. Hannover etwa profitiert laut diethueringer.de von der Eilenriede, einem der größten Stadtwälder Europas, sowie der Nähe zur Tierärztlichen Hochschule. In Hamburg haben Hundehalter Vorteile durch zahlreiche Wasserflächen, Parks und eine dezentrale Infrastruktur.

Übrigens: Wer mit seinem Hund raus aus der Stadt will und ihn etwa zum Camping oder Wandern mitnehmen möchte, sollte einige mögliche Gefahren beachten, zum Beispiel giftige Pflanzen, Kontakt mit Wildtieren, eine eventuell geltende Leinenpflicht oder zu hohe Temperaturen.