10:40 Uhr | Gast-Pfarrer aus den USA mahnt zur Besonnenheit
Pastor Robert Moore, Pfarrer aus der Partnerstadt Houston und zurzeit in der Thomaskirche, hat die Kirchentüren um 8 Uhr geöffnet. In Texas habe es schon mehrere solcher Amokfahrten gegeben. „Das Wichtigste ist, dass wir ruhig bleiben und aufeinander aufpassen“, sagt der Geistliche. Menschen würden sehr unterschiedlich mit solchen Vorfällen umgehen.
„Deswegen müssen wir alle gut aufeinander aufpassen. Wir sollten die Tat aber auch nicht schlimmer machen, als sie schon ist.“ Die Toten seien schrecklich, dennoch rate er dazu, ruhig zu bleiben.
10:20 Uhr | Café-Mitarbeiterin wünscht sich Rückkehr zur Normalität
Laritza Carralero, Mitarbeiterin im Café Kandler, öffnet die Freisitze am Dienstag wie gewohnt. „Ich war gestern drinnen bedienen, plötzlich waren Leute zusammengelaufen, ich dachte erst an einen Unfall“, sagt die junge Frau. Einige ihrer Gäste seien den Verletzten zu Hilfe geeilt.
„Auf der Heimfahrt in der S-Bahn haben die Leute alle darüber geredet“, sagt die Kellnerin. Sie habe zwar nicht gut schlafen können, möchte nun aber zurück zur Normalität. „Es muss ja weitergehen.“ Sie empfinde die Stadt heute ruhiger, und die Leute liefen „irgendwie alle schneller“.
10:02 Uhr | Stadt will Sicherheitskonzept überprüfen
Die Stadt Leipzig will die Zufahrtsstelle prüfen, an der die Amokfahrt durch eine belebte Einkaufsmeile in der Innenstadt begonnen hat. Das sagte Stadt-Sprecher Matthias Hasberg. Das Auto des 33 Jahre alten Tatverdächtigen war am westlichen Ende der Fußgängerzone durch Poller gestoppt worden. Am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße hatte der 33-Jährige offenbar ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren können. Poller gibt es an dieser Stelle keine.
09:42 Uhr | Studenten beschreiben Stimmung als bedrückt
Studenten bezeichnen die Stimmung an der Uni am Morgen als bedrückt. Bereits am Vortag waren Aaron und Marc von Absperrungen betroffen. Viele Studierende seien verunsichert gewesen, sagt Marc. Am Dienstagmorgen sei die Innenstadt total leer gewesen. „Ich denke, viele sind in Schockstarre“, sagt der junge Mann.
09:07 Uhr | Polizei mit mobilen Ansprechpartnern am Augustusplatz
Am Augustusplatz ist die Polizei mit mobilen Betreuungskräften vor Ort. Sie stehen Opfern, Augenzeugen oder Menschen, die Ansprechpartner suchen, zur Verfügung. Das Angebot werde genutzt, hieß es von den Beamten.
08:44 Uhr | Wochenmarkt in Leipzig findet statt
Der Wochenmarkt am Alten Rathaus in Leipzig öffnet heute wie gewohnt. Das teilte das Marktamt mit. Der Zugang für Händler und Besucher sei von Norden möglich, hieß es.
08:35 Uhr | Branddirektor Schuh lobt Ersthelfer
Der Leipziger Branddirektor Axel Schuh hat die Ersthelfer nach der Amokfahrt gelobt. Medizinstudenten, Ärzte und weitere Augenzeugen des Vorfalls hätten sich sofort um Opfer gekümmert, bevor die medizinische Versorgung von alarmierten Rettungskräften übernommen wurde.
08:15 Uhr | Staatsanwaltschaft: Verletzte gingen nach Amokfahrt selbst zum Arzt
Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt ist die genaue Anzahl der Verletzten auch am Dienstag weiter unklar. „Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben“, sagte der Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, Ricardo Schulz. Zwei Menschen starben bei der Amokfahrt, drei Personen wurden mit schweren Verletzungen in Kliniken gebracht.
08:05 Uhr | Täter soll kürzlich aus Psychiatrie entlassen worden sein
Der mutmaßliche Täter der Amokfahrt soll nach MDR-Informationen erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen worden sein. Die Ermittlungen zum Motiv dauern an. MDR-Reporterin Susann Blum berichtet vom Morgen nach der Amokfahrt aus der Leipziger Innenstadt.