Eine Studie bestätigt, was viele Stuttgarter längst vermuten: Die Parkgebühren gehören zu den höchsten in Deutschland – und bald wird es noch viel teurer.
Eine Studie von Anfang 2026 hat bereits belegt, was sich viele in Stuttgart schon denken konnten, wenn sie ihr Auto in der Innenstadt abgestellt haben: Die Landeshauptstadt ist ein teures Pflaster, wenn es um Parkgebühren geht.
Die Mietwagen-Plattform billiger-mietwagen.de hat die Parkkosten in den 30 größten deutschen Städten analysiert. Das Ergebnis: In Stuttgart muss man laut den erhobenen Daten pro Stunde durchschnittlich 3,22 Euro bezahlen. Wer nun aber glaubt, dass dies extrem ist, sollte sein Fahrzeug nicht in München (5,44 Euro), Berlin (4,36 Euro), Hamburg (4,32 Euro), Düsseldorf (3,98 Euro) oder Köln (3,95 Euro) parken.
Parken in Stuttgart 16 Prozent teurer
Allerdings ist inzwischen klar, dass es in Stuttgart bald noch teurer wird – zumindest auf städtischen Flächen: Die Grundgebühr in der City erhöht sich ab 1. Oktober 2026 von 1,30 auf 1,40 Euro. Bei einer Parkzeit von 60 Minuten muss man 6,40 statt bisher 5,50 Euro bezahlen, das entspricht einer Erhöhung von rund 16 Prozent – und ist somit deutschlandweit am teuersten? Dieser Fall könnte eintreten, wenn Städte wie München nicht nachziehen.
Auch die Parkgebühren in drei innerstädtischen Parkhäusern in Stuttgart steigen – und zwar bereits zum ersten 1. Juli. Der Tarif steigt in den Tiefgaragen Steinstraße, Rotebühlplatz und Rathausgarage für jede angefangene Stunde von 3,20 auf 3,80 Euro, der Tageshöchstsatz von 24 auf 28 Euro und der Abendtarif von 6,60 auf 7,50 Euro.
Parken in Chemnitz viel günstiger als in Stuttgart
Insgesamt unterscheiden sich die Preise je nach Stadt erheblich – teilweise sind sie um das Zehnfache teurer. Besonders günstig sind die Gebühren in Gelsenkirchen. Hier kostet eine Stunde Parken im Schnitt nur 0,52 Euro. Ebenfalls unter einem Euro liegen Chemnitz (0,74 Euro) und Wuppertal (0,94 Euro). Im Durchschnitt kostet Parken in Deutschland 2,38 Euro pro Stunde.
„Parkgebühren sind für viele Autofahrerinnen und Autofahrer ein unterschätzter Kosten- und Stressfaktor beim Einkaufen in der Stadt“, sagt Frieder Bechtel, Pressesprecher von billiger-mietwagen.de. „Gerade in stark frequentierten Innenstädten können hohe Parktarife den Einkaufsbummel spürbar verteuern. Wer für kurze Wege auf öffentliche Verkehrsmittel setzt und das Auto gezielt für größere Besorgungen oder Ausflüge nutzt, kann Kosten sparen und den Stadtverkehr entlasten.“
Für die Analyse wurden insgesamt 1353 Parkmöglichkeiten in den 30 größten deutschen Städten ausgewertet. Grundlage bildeten die öffentlich zugänglichen Daten von Parkopedia. Untersucht wurden sowohl die jeweiligen Preise pro Stunde als auch die Lage der Parkhäuser und Parkflächen.
Wer meint, parken zu können, wo er möchte, wird auch gerne mal abgeschleppt. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart Bis zu 6000 Parkplätze in der Stuttgarter City
Wer bei der Stadt Stuttgart nach detaillierten Zahlen zu den Parkmöglichkeiten sucht, fand Anfang des Jahres 2026 noch eine Auflistung aus dem Jahr 2019: Im Stuttgarter Innenstadtbereich werden hier rund 45 Tiefgaragen und Parkhäuser beziehungsweise größere oberirdische Parkplatzanlagen genannt, die öffentlich zugänglich sind.
Allein innerhalb des City-Rings befänden sich mehr als 20 große Parkbauten mit einer Gesamtkapazität von rund 6000 Stellplätzen. Allerdings war hier auch noch das Breuninger-Parkhaus mit seinen 650 Stellplätzen verzeichnet, das mittlerweile abgerissen worden ist.
Dieser Artikel erschien erstmals im Februar 2026 und wurde im Mai 2026 aktualisiert.