Zehn Jahre Seenotrettung aus Dresden

Stadträte stellen sich hinter Mission Lifeline

06.05.2026 – 13:13 UhrLesedauer: 1 Min.

Schiffe von "Lifeline" (li.) und libyscher Küstenwache: Italien verwehrt deutschen Seenotrettern die Einfahrt in seine Häfen.Vergrößern des Bildes

Ein Schiff von Mission Lifeline (Archivbild): Die Hilfsorganisation rettet seit 2016 Menschen im Mittelmeer, hilft in der Ukraine und betreut Schutzsuchende in Afghanistan. (Quelle: Hermine Poschmann/Mission Lifeline/ap)

Die Hilfsorganisation feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Zum Jubiläum unterzeichneten Dutzende Unterstützer eine Solidaritätserklärung.

Zum zehnjährigen Bestehen von Mission Lifeline haben Dutzende Unterstützer eine Solidaritätserklärung für die Dresdner Seenotrettungsorganisation unterzeichnet. Darin wenden sich die Unterzeichner gegen eine gesellschaftliche Stimmung, in der Herkunft, Religion oder Hautfarbe darüber entscheide, ob Menschen in Not Hilfe erhalten. „Hilfe für Menschen in Notlagen muss ein Grundwert und keine Frage des politischen Lagers bleiben“, heißt es in der Erklärung.

Zu den Unterzeichnern gehören Landtagsvizepräsident Albrecht Pallas (SPD) und die Bundestagsabgeordneten Kassem Taher Saleh (Grüne) und Clara Bünger (Linke). Aus dem Dresdner Stadtrat unterzeichneten Anne Herpertz und Martin Schulte-Wissermann (beide Piraten), Jessica Roitzsch (Volt), Julia Hartl (SPD), Anja Stephan (Linke) und Andrea Mühle (Grüne). Auch Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden, und Initiativen wie Fridays for Future Dresden schlossen sich an.

Mission Lifeline rettet seit 2016 Menschen im Mittelmeer, hilft in der Ukraine und betreut Schutzsuchende in Afghanistan. Vorstandsvorsitzender Nolte Bauer appellierte: „Wir brauchen keinen Applaus von der Seitenlinie, sondern echte Unterstützung.“