Gleich mehrere Großprojekte gehen in die Vermietung oder stehen kurz vor der Fertigstellung. Besonders Köpenick profitiert von einer Mischung aus freifinanzierten Einheiten und gefördertem Wohnraum.

Sofort verfügbar: Neue Wohnungen im Märchenviertel

Ein wichtiger Impuls kommt aus dem sogenannten Märchenviertel. Die BUWOG hat in der Hirtestraße neue Wohneinheiten zur Vermietung freigegeben. Angeboten werden unter anderem Zwei-Zimmer-Wohnungen mit rund 68 Quadratmetern. Die Kaltmiete liegt bei etwa 1.098 Euro – ein typischer Preis für hochwertige Neubauten in etablierten Köpenicker Lagen.

Anzeige

Angesichts der steigenden Neubaupreise in Berlin ist eine präzise Einordnung der eigenen Mietpreise für Vermieter unerlässlich. Dieser kostenlose PDF-Report liefert Ihnen eine aktuelle Analyse der Mietpreise und zeigt, wie Sie Anpassungen rechtssicher begründen. Mietspiegel-Analyse 2026 jetzt gratis herunterladen

Parallel dazu schreiben die landeseigenen Wohnungsunternehmen neue Angebote in der Bahnhofstraße aus. Die Nähe zum S-Bahnhof Köpenick macht diese Einheiten besonders für Pendler attraktiv. Die Wohnungen sind ab sofort oder zum Juni 2026 verfügbar. Auffällig: Die Nachfrage nach barrierearmen Wohnungen mit Aufzug nimmt deutlich zu.

255 Wohnungen an der Wendenschloßstraße

Die Gewobag treibt ihr Großprojekt an der Wendenschloßstraße voran. Auf einem ehemaligen Industrieareal direkt an der Dahme entstehen 255 neue Wohnungen. Der Rohbau ist weitgehend abgeschlossen, aktuell läuft die Ausbauphase.

Besonders bemerkenswert: 217 der 255 Einheiten sind belegungsgebunden. Die Mieten beginnen bei rund 7,00 Euro pro Quadratmeter – für Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins (WBS). Das macht das Projekt zu einem wichtigen Baustein für bezahlbares Wohnen im Bezirk.

Holzhybrid-Bauweise am S-Bahnhof

Nur wenige Minuten vom S-Bahnhof Köpenick entfernt entsteht ein weiteres Vorzeigeprojekt. Die degewo baut in der Straße Am Bahndamm 96 kleine Wohnungen. Zielgruppe sind Einpersonenhaushalte, Studierende und Auszubildende.

Anzeige

Während im Neubau oft Pauschalmieten gelten, müssen Vermieter im Bestand genau auf die korrekte Umlage der Nebenkosten achten, um keine Verluste zu machen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihre Betriebskostenabrechnung rechtssicher erstellen und keine umlegbaren Posten vergessen. Kostenlosen Betriebskosten-Report 2026 anfordern

Das Besondere: Das Gebäude wird in Holzhybridbauweise errichtet. Das spart CO₂ und verkürzt die Bauzeit. Nach dem Richtfest Anfang des Jahres schreiten Fassadengestaltung und Innenausbau planmäßig voran. Alle Wohnungen sind barrierefrei und erfüllen den Energiestandard A+. Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

500 Millionen Euro von der EIB

Hinter der regen Bautätigkeit stehen weitreichende strategische Entscheidungen. Die HOWOGE hat Anfang Mai einen neuen kaufmännischen Geschäftsführer: Jörg Kotzenbauer übernimmt von Katharina Greis die Verantwortung für Finanzen und Treasury.

Noch wichtiger: Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat der HOWOGE einen Kreditrahmen von 500 Millionen Euro zugesagt. Das Geld ist zweckgebunden für energieeffiziente und preiswerte Mietwohnungen. Damit sind Projekte wie das Quartier „Kirchsteig“ in Bohnsdorf finanziell abgesichert. Die 48 Wohnungen dort werden als „Nur-Strom-Häuser“ konzipiert – komplett versorgt über Wärmepumpen und Photovoltaik.

Wärmewende wird Standard

Die Neubauphase in Köpenick steht ganz im Zeichen der Energiewende. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) und die BEW haben eine neue Kooperationsvereinbarung vorgestellt. Ab Juli 2026 schafft sie einen verlässlichen Rahmen für die Dekarbonisierung.

Das zeigt sich bereits beim HOWOGE-Quartier an der Anne-Frank-Straße. 583 Wohnungen sind dort geplant, ein erheblicher Teil bereits bezogen. Das Quartier ist weitgehend autofrei, setzt auf Grünanlagen und nachhaltige Entwässerung. Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern liefern günstigen Mieterstrom.

Ausblick: 920 Wohnungen im Kabelwerk geplant

Für die kommenden Monate ist mit einer weiteren Zunahme der Vermietungsaktivitäten zu rechnen. Die HOWOGE plant die finale Übergabe der letzten Abschnitte an der Anne-Frank-Straße für September 2026.

Gleichzeitig rücken neue Areale in den Fokus. Das ehemalige Kabelwerk Köpenick – ein BUWOG-Projekt mit rund 920 geplanten Wohnungen – hat die Hochbauvorbereitungen erreicht. Nach der abgeschlossenen Bodensanierung entstehen hier in den kommenden Jahren Miet- und Eigentumswohnungen sowie eine Kindertagesstätte.

Köpenick bleibt einer der gefragtesten Zuzugsorte Berlins. Wasserlage, Waldnähe und wachsende soziale Infrastruktur machen den Bezirk attraktiv. Die aktuelle Neubau-Offensive ist ein entscheidender Baustein, um den anhaltenden Nachfragedruck abzufedern.