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Das haben sich die Eisbären aber so etwas von verdient. Am Dienstag ist fast das komplette Team des zwölfmaligen Eishockeymeisters auf Deutschlands Ferieninsel Mallorca für zwei tolle Tage voller Sonne und Glückseligkeit geflogen.

Diese Tour wird zugleich die Abschiedstour vom fünfmaligen Meister-Bären Marcel Noebels (34) sein. Das tut sehr weh und ist bitter. Aber die Eisbären-Bosse wollten es so. Stürmer Noebels unterschrieb daraufhin bei den Kölner Haien, die unbedingt im kommenden Jahr Berlin entthronen und den Titel holen möchten. 

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Noebels: „Für mich hätte es keinen besseren Abschied geben können. Die Finalserie war aus meiner Sicht sehr emotional. Ich wäre für viele weitere Jahre in Berlin bei den Eisbären geblieben und hätte meine Karriere später hier beendet. Ich hatte eine schöne, tolle Zeit in Berlin. Es ist traurig, weil ich gute Freunde und Teamkameraden verliere. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben. Aber wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf. Ich hätte alles genauso gemacht. Wenn mir einer gesagt hätte, dass ich in zwölf Jahren fünfmal Meister werde, hätte ich das unterschrieben.“

Keine kluge Entscheidung der Bären-Bosse

Die Entscheidung der Eisbären, Noebels wegzuschicken, ist nicht gerade klug. Er war in den Meisterschafts-Play-offs schließlich mit 14 Punkten (4 Tore, 10 Vorlagen) drittbester Scorer der Eisbären hinter Ty Ronning (9/11) und Liam Kirk (8/8). Einen solchen Spieler, der außerdem einen Klub nach außen auch gut vertreten kann, schickt man nicht einfach weg. Es gibt keine alten oder jungen Spieler, sondern nur gute und schlechte. Und gerade das Wissen und die Erfahrung, wie man Titel gewinnt, hat Marcel Noebels. Köln reibt sich die Hände und wahrscheinlich reiben sich die Eisbären einmal die Augen.

Sause mit dem Meisterpokal: Die Eisbären-Profis auf Mallorca

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Foto: Privat

Eisbären-Sportchef Stephane Richer (60): „Marcel war ein unglaublicher Spieler für uns. Danke, was er für die Eisbären geleistet hat. Schritt für Schritt müssen wir aber in die Zukunft schauen.“

Weitere Abgänge stehen mit Les Lancaster (Wolfsburg), Jonas Stettmer (Ingolstadt), Jake Hildebrand (Mannheim), Lennard Nieleck (Mannheim), Norwin Panocha (Iserlohn), Jean-Sebastien Dea und wohl auch Markus Niemeläinen (muss allerdings aus dem laufenden Vertrag herausgekauft werden) fest. Viel Arbeit und eine Riesenaufgabe für Sportchef Richer, der zudem einen Nachfolger für Trainer Serge Aubin (nach Bern) verpflichten muss. Denn: In Berlin zählt nur der Titel.

Neben Noebels und Stettmer schmerzt besonders der Abgang von Lancaster, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Hauptrunde sehr gut ins Team eingefügt hat. Man darf gespannt sein, welche Neuzugänge Stephane Richer demnächst vorstellen wird. Zunächst wahrscheinlich den neuen Trainer, der nach exklusiven BILD-Informationen Dan Lacroix (56/zuletzt Meister mit Graz) heißen soll.

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Quelle: MagentaSport03.05.2026