Die Feuerwehr sowie das Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf übernehmen an diesem Mittwoch (6. Mai) den Transport einer Kontaktperson des Hantavirus an die Universitätsklinik. Das Virus ist vor einigen Tagen auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ ausgebrochen, das sich auf dem Weg von Argentinien zum afrikanischen Inselstaat Kap Verde befand. Drei Personen, zwei Niederländer und eine deutsche Frau, sind bereits daran verstorben. Fünf weitere Passagiere sollen sich laut WHO mit dem Hantavirus infiziert haben.

Die Kontaktperson der verstorbenen Deutschen, bei der es laut eines Berichtes der Bild-Zeitung um eine 78-Jährige aus Passau handeln soll, wird nun von einem Hochinfektionstransport der Feuerwehr Düsseldorf in die Uni-Klinik gebracht. Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA NRW) beauftragte die Stadt damit, die Frau in das Düsseldorfer Universitätsklinikum zu transportieren.

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Feuerwehr ist seit 10 Uhr auf dem Weg nach Amsterdam

Die Kontaktperson des deutschen Todesopfers, bei der es sich ebenfalls um eine deutsche Frau handelt, sowie zwei Crewmitglieder wurden mit einem Flugzeug nach Amsterdam gebracht. Am Mittwochmorgen um 10 Uhr machten sich sowohl die sogenannte Hochinfektionstransportkomponente als auch ein Vorauskommando, das aus einem Einsatzleiter der Feuerwehr sowie einem leitenden Notarzt des Gesundheitsamtes Düsseldorf besteht, auf den Weg zum Flughafen nach Amsterdam.

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Wie die Düsseldorfer Feuerwehr mitteilte, werden die Einsatzkräfte die Gegebenheiten vor Ort erkunden und anschließend „die weiteren Maßnahmen für die nachrückenden Kräfte“ koordinieren. „Dabei stehen sie im engen Austausch mit den niederländischen Behörden“, so die Feuerwehr weiter.

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Bei der Hochinfektionstransportkomponente handelt es sich nach Angaben der Feuerwehr um einen „speziell zusammengestellten Verband aus mehreren Fahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr. Diese sind auf die besonderen Anforderungen eines Transports von hochinfektiösen Patienten ausgelegt und gewährleisten eine sichere Durchführung.“  

Transport in die Uni-Klinik Düsseldorf ist für die Abendstunden geplant

Auf Grundlage des Düsseldorfer Konzeptes könne die Feuerwehr somit „nicht nur eine optimale medizinische Versorgung während des Transports sicherstellen, sondern auch flexibel auf mögliche Herausforderungen im Zuge des Transports reagieren, ohne das Risiko einer Kontaminationsverschleppung einzugehen“, teilt die Feuerwehr weiter mit.

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Ein Fahrzeugkonvoi befindet sich nun seit den Morgenstunden auf dem Weg in Richtung Niederlande. Laut Feuerwehr ist die Übernahme der Kontaktperson „für die Abendstunden geplant“. Anschließend wird die Frau in die Universitätsklinik Düsseldorf transportiert, „wo die weitere diagnostische Abklärung sichergestellt wird“.