Mitten in einer fragilen Waffenruhe droht der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu eskalieren. Auslöser ist die blockierte Straße von Hormus, die das amerikanische Militär nun öffnen will. Als Antwort auf diese US-Initiative griffen iranische Truppen Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten an und setzten diese in Brand.
Daraufhin schickte US-Präsident Donald Trump eine unmissverständliche Warnung in Richtung Teheran. Gleichzeitig forderte Kanzler Friedrich Merz die iranische Führung auf, umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
📌 Mehr zur Straße von Hormus
- Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Indischen Ozean
- Anrainerstaaten sind Iran, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate.
- Saudi-Arabien, Irak und Kuwait sind ebenso für Exporte von diesem Schifffahrtsweg abhängig.
- Die Straße gilt als Öl-Nadelöhr, rund 20 Prozent des weltweiten Ölexports verläuft über diesen Weg.
- Auch für den globalen LNG-Handel (Flüssiggas) ist die Straße von Hormus enorm wichtig.
++ News-Blog zur Straße von Hormus aktualisieren ++
Die neuen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen liest du hier im News-Blog.
Trump droht Iran mit weiteren Angriffen wegen Straße von Hormus
06.05.2026 – 14.33 Uhr: Donald Trump macht Druck. In einer Botschaft auf seinen sozialen Medien drohte der US-Präsident dem Iran am Mittwoch mit weiteren Bombardements, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnen und einer Vereinbarung zustimmen.
„Sollten sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardements – und dies wird leider auf einem weitaus höheren Niveau und mit einer viel größeren Intensität geschehen als zuvor“, schrieb Trump. Auf die konkreten Bedingungen einer möglichen Einigung ging er nicht ein. Gleichzeitig räumte er ein, es sei „vielleicht eine gewagte Annahme“, dass der Iran zustimmen werde.
Iran stellt sichere Hormus-Durchfahrt in Aussicht
06.05.2026 – 13.23 Uhr: Der Iran signalisiert im Streit um die Straße von Hormus mögliche Entspannung. Die Marine der Revolutionsgarden erklärt laut staatlichen Medien, dass eine sichere Durchfahrt wieder möglich sei, wenn die „US-Drohungen“ enden.
Gleichzeitig verweisen die Eliteeinheiten auf neue Regeln für den Transit durch die Meerenge. Details dazu nennt der Iran bislang nicht. Die Marine bedankt sich jedoch bei Reedern und Kapitänen dafür, dass sie iranische Vorschriften bei der Passage respektieren.
Es ist die erste Reaktion Teherans auf die Entscheidung der USA, ihre Einsätze zur Unterstützung festsitzender Schiffe vorerst auszusetzen.
Hoffnung auf US-Iran-Deal bewegt Märkte
06.05.2026 – 12.22 Uhr: Die Aussicht auf ein mögliches Ende des Iran-Krieges sorgt an den Börsen für Bewegung. Die Ölpreise fallen deutlich. Die Nordseesorte Brent verliert mehr als sieben Prozent und liegt nur noch bei 101,9 Dollar pro Barrel. Auch US-Öl verbilligt sich spürbar.
An den Aktienmärkten kommt die mögliche Annäherung zwischen Washington und Teheran dagegen gut an. Dax und EuroStoxx50 legen jeweils rund 2,5 Prozent zu. Der deutsche Leitindex springt wieder über die Marke von 25.000 Punkten.
Auch Gold wird stärker nachgefragt. Der Preis für das Edelmetall steigt um mehr als drei Prozent.
Bundeswehr beendet Marine-Einsatz vor dem Libanon
06.05.2026 – 11.46 Uhr: Nach mehr als 20 Jahren endet der Marine-Einsatz der Bundeswehr vor der Küste des Libanon. Das Bundeskabinett beschloss, die Mission ein letztes Mal bis zum 30. Juni 2027 zu verlängern.
In diesem Zeitraum sollen die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ und die beteiligten Soldaten schrittweise abgezogen werden. Der Einsatz diente vor allem dazu, Waffenschmuggel an die Hisbollah-Miliz zu verhindern und die libanesischen Streitkräfte auszubilden.
Der UN-Sicherheitsrat hatte bereits 2025 das Ende der gesamten Unifil-Mission beschlossen. Der Abzug der Bundeswehr soll im zweiten Halbjahr beginnen und Anfang 2027 abgeschlossen sein.
Bericht: USA und Iran kurz vor Erklärung zum Kriegsende
06.05.2026 – 11.11 Uhr: Die USA und der Iran stehen laut einem Medienbericht kurz vor einer gemeinsamen Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges. Das berichtet das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.
Das Dokument soll demnach auch den Rahmen für weitere Atomverhandlungen festlegen. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht.
An den Märkten sorgt die Meldung bereits für Bewegung. Die Ölpreise fallen deutlich. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch US-Öl verlieren mehr als sieben Prozent.
Frachter französischer Reederei in Hormus-Meerenge angegriffen
06.05.2026 – 10.49 Uhr: In der Straße von Hormus ist ein Schiff der französischen Reederei CMA CGM angegriffen worden. Dabei wurden mehrere Crew-Mitglieder verletzt und anschließend evakuiert.
Der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter „San Antonio“ wurde bei dem Angriff beschädigt, teilte das Unternehmen aus Marseille mit. Wer hinter der Attacke steckt, ist bislang unklar. Auch zum Zustand der Verletzten machte die Reederei keine Angaben.
USA legen neuen UN-Entwurf gegen Iran vor
06.05.2026 – 08.22 Uhr: Die USA erhöhen im Streit um die Straße von Hormus den Druck auf den Iran. Gemeinsam mit mehreren Golfstaaten hat Washington einen neuen Resolutionsentwurf bei den Vereinten Nationen eingebracht.
US-Außenminister Marco Rubio fordert Teheran darin auf, Angriffe auf Handelsschiffe sofort einzustellen und die Positionen verlegter Seeminen offenzulegen. Gleichzeitig warnt Rubio China und Russland davor, die Resolution erneut mit einem Veto zu blockieren.
Der Entwurf beruft sich auf Kapitel VII der UN-Charta. Damit wären theoretisch auch Sanktionen oder militärische Maßnahmen möglich. Über die Resolution soll laut Diplomaten Anfang kommender Woche abgestimmt werden.
USA planen neue Marinekoalition für Straße von Hormus
06.05.2026 – 05.18 Uhr: Die USA treiben neue Sicherheitspläne für die Straße von Hormus voran. Laut einem Reuters vorliegenden Entwurf schlägt Washington den Aufbau einer multinationalen Marinekoalition mit dem Namen „Maritime Freedom Construct“ vor.
Das Bündnis soll nach dem Konflikt die Sicherheit in der Region gewährleisten und die wichtige Handelsroute wieder für den Schiffsverkehr öffnen. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit einer französisch-britischen Mission, an der rund 30 Länder beteiligt sind.
Einige Staaten knüpfen eine Beteiligung allerdings an ein Mandat der Vereinten Nationen. Trotzdem soll die neue Koalition organisatorisch eigenständig bleiben.
Trump stoppt Hormus-Einsatz wegen Verhandlungen mit Iran
06.05.2026 – 01.36 Uhr: US-Präsident Donald Trump setzt den amerikanischen Einsatz in der Straße von Hormus vorerst aus. Auf Truth Social spricht er von „großen Fortschritten“ bei möglichen Verhandlungen mit dem Iran.
Während der Pause von „Projekt Freiheit“ soll geprüft werden, ob beide Seiten ein Abkommen abschließen können. Erst einen Tag zuvor hatten die USA die Militärmission gestartet, um Handelsschiffe durch die blockierte Meerenge zu begleiten.
Trotz des Stopps bleibt der Druck auf Teheran hoch. Die US-Blockade gegen Schiffe mit Verbindung zu iranischen Häfen soll laut Trump weiter bestehen. Zwischen beiden Ländern gilt derzeit eine fragile Waffenruhe.
Zweites US-Handelsschiff passiert Straße von Hormus
05.05.2026 – 23.43 Uhr: Unter dem Schutz des US-Militärs hat ein weiteres amerikanisches Handelsschiff die Straße von Hormus sicher durchquert. Der Chemikalientanker „CS Anthem“ habe die Passage erfolgreich beendet, teilt der Betreiber Crowley-Stena Marine Solutions mit.
Bereits zuvor war der Autotransporter „Alliance Fairfax“ durch die Meerenge gefahren. Das US-Militärkommando Centcom unterstützt die Handelsschifffahrt nach eigenen Angaben mit Zerstörern der US-Marine.
USA legen UN-Resolution gegen Iran vor
05.05.2026 – 23.02 Uhr: Die USA und mehrere Golfstaaten wollen den Druck auf den Iran erhöhen. Gemeinsam haben sie eine UN-Resolution zur Lage in der Straße von Hormus eingebracht.
US-Außenminister Marco Rubio fordert Teheran darin auf, Angriffe auf Schiffe einzustellen, keine weiteren Seeminen zu verlegen und keine Gebühren für die Durchfahrt zu verlangen. Außerdem solle der Iran offenlegen, wo bereits Minen platziert wurden, damit diese beseitigt werden können.
An dem Entwurf beteiligen sich Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar. Über die Resolution soll in den kommenden Tagen abgestimmt werden.
USA erklären Iran-Operation für beendet
05.05.2026 – 22.57 Uhr: Die USA haben ihren Militäreinsatz gegen den Iran nach eigenen Angaben abgeschlossen. Außenminister Marco Rubio erklärte im Weißen Haus: „Die Operation ‚Gewaltiger Zorn‘ ist abgeschlossen. Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht.“
US-Präsident Donald Trump habe den Kongress darüber bereits informiert. Für die Vereinigten Staaten beginne nun eine neue Phase. Unter dem Namen „Projekt Freiheit“ wollen die USA die Straße von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr und den weltweiten Ölhandel öffnen.
USA melden tote Seeleute im Hormus-Konflikt
05.05.2026 – 22.49 Uhr: Im Konflikt um die Straße von Hormus sind nach Angaben der USA mindestens zehn Seeleute auf zivilen Frachtern getötet worden. Außenminister Marco Rubio erklärte im Weißen Haus, die Besatzungen seien isoliert, verwundbar und teils ohne Versorgung gewesen.
Die USA wollen ihre Militärpräsenz weiter ausbauen, um die Freiheit der Schifffahrt in der blockierten Wasserstraße zu sichern. Laut Verteidigungsminister Pete Hegseth warten derzeit Hunderte Schiffe auf die Durchfahrt.
Frachtschiff in Straße von Hormus getroffen
05.05.2026 – 22.10 Uhr: In der Straße von Hormus ist ein Frachtschiff von einem Geschoss getroffen worden. Das teilt die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mit. Weitere Details zum Vorfall gibt es bislang nicht. Auch unklar bleibt zunächst, wer hinter dem Angriff steckt.
USA wollen Blockade der Straße von Hormus brechen
05.05.2026 – 21.44 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio kündigt ein hartes Vorgehen gegen die Blockade der Straße von Hormus an. Die USA wollen die wichtige Handelsroute wieder freimachen und die Sicherheit für Schiffe garantieren. In Washington erklärt Rubio, dass das US-Militär weiterhin Drohnen und Boote angreifen werde, die als Bedrohung eingestuft werden. Gleichzeitig verlegen die Vereinigten Staaten zusätzliche Einheiten in die Region. Ziel sei ein Schutzschirm für Handelsschiffe.
Trump sorgt mit neuen Aussagen für Aufsehen
05.05.2026 – 19.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump spielt den Iran-Krieg herunter. Er bezeichnet den Konflikt lediglich als „kleines militärisches Scharmützel“. Seine Begründung: „Ich nenne es ein Schrmützel, weil der Iran keine Chance hat. Die hatten sie nie.“ Das sagte er am Dienstag (5. Mai) im Weißen Haus. Außerdem richtete der 79-Jährige eine klare Botschaft an den Iran: Die Führung solle klug handeln.
USA werten Irans Angriffe nicht als Bruch der Waffenruhe
05.05.2026 – 17.15 Uhr: Die jüngsten Angriffe des Iran auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus bewertet Washington weiterhin nicht als Bruch der Waffenruhe. Generalstabschef Dan Caine erklärte, dass Teheran seit Beginn der Feuerpause Anfang April mehrfach Schiffe angegriffen und zwei Frachter beschlagnahmt habe.
Auch US-Streitkräfte seien laut Caine mehr als zehnmal attackiert worden, allerdings „alles unterhalb der Schwelle zur Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt“.
USA warnen Iran vor harter Reaktion
05.05.2026 – 16.38 Uhr: Die USA erhöhen den Druck auf Iran. So droht das US-Militär bei weiteren Angriffen in der Straße von Hormus mit einer massiven Antwort. Obwohl die USA, wie schon zuvor berichtet, keinen Konflikt sucht, machte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth deutlich: Sollte der Iran Streitkräfte oder Handelsschiffe angreifen, drohe eine „überwältigende und vernichtende Feuerkraft“.
US-Verteidigungsminister: Waffenruhe gilt weiter
05.05.2026 – 15.39 Uhr: Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran gilt weiter. Sie sei nicht „nicht beendet“, erklärt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Operation zur Wiederherstellung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus sei zeitlich begrenzt und ein defensiver Einsatz. „Wir suchen keinen Konflikt“, so Hegseth. Aber man müsse unbeteiligten Ländern bei der Durchfahrt helfen.
Wirtschaft im „Krisenmodus“ durch Iran-Krise
05.05.2026 – 11.53 Uhr: Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht schwarz! Die DIHK hat die Exportprognose gesenkt. Die Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung habe sich durch den Iran-Konflikt „zerschlagen“. Die Weltwirtschaft stecke im „Krisenmodus“.
Gilt die Feuerpause überhaupt noch?
05.05.2026 – 11.12 Uhr: Trump will sich nicht öffentlich festlegen, ob die Waffenruhe mit dem Iran noch gilt. „Das kann ich ihnen nicht sagen“, erklärte er auf Frage eines Journalisten.
Nach Angriff auf Vereinigte Arabische Emirate: US-Präsident droht dem Iran mit Vernichtung
05.05.2026 – 10.45 Uhr: Am Sonntag hatte Trump das „Projekt Freiheit“ angekündigt, um feststeckenden Schiffen eine sichere Durchfahrt zu garantieren. Bereits am Montag fuhren amerikanische Zerstörer in den Persischen Golf ein. Dadurch konnten zwei Handelsschiffe das Seegebiet verlassen. Bei diesem Einsatz zerstörte das US-Militär laut eigenen Angaben mindestens sechs iranische Schnellboote.
Als Reaktion feuerten die Revolutionsgarden Warnraketen auf die US-Kriegsschiffe ab und attackierten die strategisch wichtigen Ölanlagen im Hafen von Fudschaira. Trump drohte dem Iran daraufhin mit Vernichtung. Ob die vor vier Wochen vereinbarte Waffenruhe damit gescheitert ist, ließ er in einem Podcast offen. „Nun, das kann ich Ihnen nicht sagen“, erklärte der US-Präsident.
Auf der Plattform X meldete sich der iranische Außenminister zu Wort und schrieb: „Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse“
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Auch Kanzler Friedrich Merz schaltete sich ein. Die Islamische Republik müsse aufhören, „die Region und die Welt zur Geisel zu nehmen“, forderte der CDU-Chef. Weiterhin mahnte er: „Die Blockade der Straße von Hormus muss enden. Teheran darf keine Nuklearwaffe bauen.“