Abtransport einer Falle von einem Lkw.

Stand: 06.05.2026 17:28 Uhr

Mit illegalen Vogelfallen sollten im Kreis Rendsburg-Eckernförde vermutlich Wildvögel gefangen werden. Die Polizei hat am Montag zwei solcher Käfige sichergestellt. Die Ermittlungen laufen.

In Ahlefeld-Bistensee im Kreis Rendsburg-Eckernförde haben Beamte zwei illegale Vogelfallen beschlagnahmt. Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Nachfrage von NDR Schleswig-Holstein. Demnach wurden in einer mehrere Kubikmeter großen Lebendfalle Schlachtabfälle und auch mehrere lebendige Krähen gefunden worden.

Auch eine weitere ähnliche Vogelfalle, die nicht in Betrieb war, wurde in der Nähe entdeckt – auch sie wurde von der Polizei mitgenommen. Zudem wurde im Umfeld ein toter Höckerschwan sowie ein totes Reh gefunden.

Wildvögel fangen in Deutschland verboten

Tote Vögel liegen in einem Käfig.

In diesem Käfig fanden die Beamten Kadaverreste sowie drei kupierte Krähen, die möglicherweise als Lockmittel dienen sollten.

Der Tierschutzverein „Komitee gegen den Vogelmord“ teilt mit, dass die Kadaver und die flugunfähig gemachten Krähen im Käfig womöglich Wildvögel anlocken sollten. Das ist in Deutschland laut Tierschutzgesetz verboten. Der Verein hatte nach eigenen Angaben die Polizeibeamten auf den Fall in Ahlefeld-Bistensee aufmerksam gemacht und Anzeige erstattet.

Wer die Vogelfallen aufgestellt hat, ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen dazu aufgenommen. Die drei gefundenen Krähen befinden sich nach Vereinsangaben mittlerweile in einer Pflegestation in Kiel.