Seit 2025 ist der Karlspreis mit einer Million Euro dotiert. Das Geld stammt aus einer privaten Stiftung eines Aachener Ehepaares und ist als Projektpreisgeld gedacht, also nicht als persönlicher Geldpreis für den Preisträger.

Der oder die Ausgezeichnete entscheidet mit, welche proeuropäischen Projekte mit dem Geld gefördert werden. So soll der Preis nicht nur eine Ehrung sein, sondern auch konkrete europäische Initiativen stärken.

Der Karlspreis gehört zu den wichtigsten politischen Auszeichnungen in Europa. Er wird seit 1950 in Aachen verliehen und würdigt Persönlichkeiten oder Projekte, die sich um die europäische Einigung und den Gedanken eines geeinten Europas besonders verdient gemacht haben.

Zu den früheren Preisträgern gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), François Mitterand und Helmut Kohl (1988), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (2018) und UN-Generalsekretär António Guterres (2019). Im vergangenen Jahr erhielt Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, den Preis.

Oft setzt die Nominierung eines Kandidaten Debatten darüber in Gang, wohin sich die EU entwickeln soll. Dass der Karlspreis inzwischen auch mit einem Projektpreisgeld verbunden ist, zeigt zusätzlich, dass es nicht nur um symbolische Ehrung geht, sondern auch um konkrete Förderung europäischer Ideen.