07:38 Uhr | Wo Raum zum Trauern ist

In den Innenstadtkirchen St. Nikolai und St. Thomas gibt es ganztägig Raum zum Trauern und Gedenken. Im Rathaus und in der Nikolaikirche liegen Kondolenzbücher aus. Zum zentralen Gedenkort entwickelt sich die Fassade des Paulinums der Universität Leipzig, wo Menschen seit Dienstag Blumen ablegen.

Das Kriseninterventionsteam Leipzig ist auch am Mittwoch mit mehreren Teams unterwegs und ansprechbar. „Nicht reden und sich zurückziehen wäre die schlechteste Idee in der Situation für Betroffene“, sagte Heike Stellmacher vom Kriseninterventionsteam MDR SACHSEN. Man solle lieber mit qualifizierten Menschen reden.

06:51 Uhr | Sicherheitsdebatte: Leipzig soll keine Festung werden

Nach der Amokfahrt in Leipzig ist die Debatte um sichere Innenstädte wieder im Gange. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte am Dienstagabend in Leipzig, dass man bei Menschen mit psychischen Erkrankungen „mit einer gewissen Ohnmacht sagen“ müsse: „Davor können wir uns nicht ausreichend schützen“.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) kündigte an, sämtliche Zufahrtswege in der Innenstadt zu überprüfen. Er sagte aber auch, man wolle die Innenstädte nicht als Festung ausbauen. Städte müssten „Orte des Miteinanders und der Begegnung bleiben“. Das sieht der Experte für Veranstaltungsmanagement, Thomas Sakschewski, ähnlich. Der Wissenschaftler, der seit Jahren zur Sicherheit im öffentlichen Raum forscht, sagte dem MDR, hundertprozentigen Schutz könne es nicht geben. Das würde untragbare bauliche Maßnahmen und Zugangskontrollen erfordern.