Berlins Jake Hanes (l.) im Netz-Duell mit Lüneburgs Daniel Gruvaeus

AUDIO: SVG Lüneburg verliert Finale um Volleyball-Meisterschaft (1 Min)

Volleyball

Stand: 06.05.2026 21:18 Uhr

Aus der Traum! Die Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburg haben am Mittwochabend auch das dritte Finalspiel um die deutsche Meisterschaft gegen die BR Volleys verloren – 1:3 (19:25, 22:25, 25:22, 12:25).

von Alex von Kuczkowski

Damit sind die Endspiele, die im „Best of five“-Modus ausgetragen werden (für den Gesamtsieg sind drei Erfolge nötig), schnellstmöglich entschieden. Berlin holt sich zum zehnten Mal in Folge den Titel. Bereits im Vorjahr hatten die Lüneburger die Finalserie gegen die BR Volleys mit 0:3 verloren.

Ein Erfolg war diese Saison für die SVG-„Schmetterlinge“ trotzdem. Anfang März gewannen sie erstmals den deutschen Pokal. Und in Europa schafften sie es ebenfalls bis ins Endspiel des CEV-Cups.

Spieler der SVG Lüneburg auf dem Volleyballfeld

13 Spieler aus sieben Ländern wachsen in dieser Saison als Team zusammen. Der NDR begleitet sie auf und neben dem Volleyballfeld.

Nervöser Start ins Spiel

Im Finale der deutschen Meisterschaft standen die Niedersachsen am Mittwochabend brutal unter Druck. Nach Niederlagen in Spiel eins und in Spiel zwei musste diesmal ein Sieg her, damit die Endspielserie nicht innerhalb von nur einer Woche beendet ist. Die SVG-Fans taten alles, um die erneut ausverkaufte Lüneburger Arena in einen „Hexenkessel“ zu verwandeln.

Aber: Die Nerven spielten nicht mit. Nach nur sechs Minuten lagen die Gastgeber schon 3:7 hinten, woraufhin Trainer Stefan Hübner früh eine erste Auszeit nahm. Doch auch dieses „Wachrütteln“ brachte wenig. Am Ende ging der erste Satz mit 19:25 verloren.

Leichte Besserung im zweiten Satz

Immerhin: Zu Beginn des zweiten Durchgangs schien es, als würden die SVG-„Schmetterlinge“ jetzt endlich mal zum Höhenflug ansetzen. Schnell lagen sie mit 4:0 vorne.

Doch erneut konnten sie der Berliner Wucht nicht langfristig standhalten. Plötzlich lagen die Lüneburger 12:14 zurück. Wieder versuchte Hübner mit einer Auszeit die Sinne zu schärfen. Wieder verpuffte dieser Effekt. Zwar wehrte die SVG noch zwei Satzbälle ab. Trotzdem sicherte sich Berlin auch diesen Abschnitt, diesmal etwas knapper mit 25:22.

Krimi im dritten Satz

Jetzt standen die „LüneHünen“ endgültig mit dem Rücken zur Wand. Sollte ihnen irgendwie doch noch ein sensationelles Comeback gelingen?

Die Hoffnung blieb am Leben! Der dritte Satz war hochdramatisch und endlich hochklassig von beiden Mannschaften. Die Niedersachsen konnten den Berlinern durchgehend Paroli bieten – und holten sich den Durchgang tatsächlich mit 25:22. Beste Stimmung auf den Rängen.

BR Volleys haushoch überlegen

Wie schon in den ersten beiden Finalspielen ging es in den vierten Satz. Und wieder machten die BR Volleys hier dann alles klar und kurzen Prozess. Sie ließen keinen Zweifel daran, wer das bessere Team ist.

Mitte dieses Durchgangs stand es aus Lüneburger Sicht 8:16. Kurz darauf sogar 11:21. Und am Ende 12:25. Puh, das war deutlich. Seriensieger Berlin holte verdient den Titel. Die SVG, die als Hauptrunden-Erster in die Play-offs ging, hatte erneut ihren Meister gefunden.

Gefeiert wird trotzdem! Am Freitag laden die Lüneburger Volleyballer ihre Anhänger zum Fan-Fest vor dem Rathaus ein.

Lüneburgs Trainer Stefan Hübner (Mitte) bei den SVG-Fans

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Mit dem Pokalsieg haben Lüneburgs Volleyballer ihren ersten Titel geholt – es könnte das Triple werden. Ergebnis einer besonderen Kultur, die vor allem Trainer Hübner prägt.