„Im Zentrum stand der Gedanke, dass das Projekt eine starke Identität haben sollte: ein mediterranes Haus, was die Farben und Linien betrifft, jedoch mit deutlichen Anklängen an die moderne mexikanische Architektur, die wir während unserer Aufenthalte in Mittelamerika lieben gelernt haben“, erklärt Gianì. Klar war zudem, dass die Natur eine wesentliche Rolle spielen würde: eine grüne Lunge, die das Haus umgibt und die – ein ziemlich ambitioniertes Projekt – den Beginn einer Wiederbelebung der Grenzregion zwischen dem barocken Zentrum von Noto und der Peripherie markieren sollte. Farblich ist das Anwesen ein außergewöhnliches Ensemble verschiedener Rosatöne, das sich vom Interieur bis zur Garage erstreckt und auch den Innenhof, den Pool und den Garten einbezieht. Kraftvoll, fast schon übermächtig, hebt sich davon das Grün der Pflanzen ab. „Wir haben sowohl tropische als auch heimische Gewächse gepflanzt“, sagt Gianì. „Sie beleben die Innenräume, spenden draußen an heißen Tagen Schatten und sorgen insgesamt für Frische.“

Der Architekt Massimo Carnemolla.
Samuele CastiglioneDialog zwischen Innen und Außen
Bei diesem Projekt in Noto mussten das 80 Quadratmeter große Haus komplett renoviert und sämtliche Räume umgestaltet werden. „Die größte Herausforderung bestand darin, durch gezielte bauliche Maßnahmen und große Öffnungen das Haus mehr mit dem Außenraum zu verbinden. In ästhetischer Hinsicht ist der Bauherr unserem Konzept gefolgt, das sich durch eine nüchterne, materialbetonte und essenzielle Sprache auszeichnet“, erklärt Architekt Carnemolla.