Die KSC-Fanszene hat endlich wieder ein Zuhause – und das steht am Rande des Otto-Dullenkopf-Parks in der Wolfartsweierer Straße. Im ehemaligen, nun aufwendig umgebauten Busdepot hat das Fanprojekt Karlsruhe seit Januar 2026 Stück für Stück seine nagelneuen Räumlichkeiten bezogen.

„Die Eröffnung ist wirklich überfällig“

Zusammen mit einem Skatepark und einer Parcourshalle, die nun ebenfalls in den ehemaligen sogenannten RVS-Hallen auf dem Gelände untergebracht sind, wird das Fanprojekt am Donnerstag, 7. Mai, von Oberbürgermeister Frank Mentrup offiziell eröffnet.

2020 sah das alte Busdepot noch so aus.

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2020 sah das alte Busdepot noch so aus.
Foto: ka-news.de

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2020 sah das alte Busdepot noch so aus.
Foto: ka-news.de

„Das ist wirklich überfällig“, sagt Nico Zimmermann, stellvertretender Leiter des Fanprojekts, im Gespräch mit ka-news. Zusammen mit den anderen Mitarbeitern der Sozialeinrichtung sowie der Fanszene freue er sich sehr darauf, dass das Fanprojekt – nach langer Wartezeit – endlich wieder permanente Räumlichkeiten bekommt.

Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.

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Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.
Foto: Thomas Riedel

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Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.
Foto: Thomas Riedel

Denn: Seit der Aufgabe des alten Standorts in der Nordstadt 2022 war der Treffpunkt der Fanszene in einem Container-Provisorium untergebracht. Die Eröffnung der neuen Räume am Ostring ließ auf sich warten. Als Grund nennt Zimmermann die „herausfordernde Architektur“ des ehemaligen Busdepots. „Was aber natürlich auch einen gewissen Charme mitbringt“, wie er erklärt.

Neue Räumlichkeiten mit altem Charme

In den sanierten Räumlichkeiten mit Industrie-Charakter hat das Fanprojekt nun wieder reichlich Platz. „Eins der Highlights ist unser großer Veranstaltungsraum, das Herzstück des Ganzen“, sagt Zimmermann im Gespräch mit ka-news.

Das neue Fanprojekt Karlsruhe.

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Das neue Fanprojekt Karlsruhe.
Foto: Fanprojekt Karlsruhe/Stadtjugendausschuss

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Das neue Fanprojekt Karlsruhe.
Foto: Fanprojekt Karlsruhe/Stadtjugendausschuss

Zudem erwartet die Fans künftig ein neuer Bar-Bereich und große Bühnen für Live-Musik oder Lesungen. Eine Soundanlage, ein Kickertisch, Tischtennisplatten, Dartscheiben und Fernseh-Anlagen komplettieren die Ausstattung.

Fans sollen Räume mitgestalten

Sogar Relikte aus dem alten Fanprojekt finden sich in der neuen Einrichtung, wie Zimmermann verrät: „Einige der Barhocker sowie die Stehtische bringen Charme in die Räumlichkeiten.“ Dass lediglich die Wände noch etwas „kahl und steril“ aussehen, soll sich laut Zimmermann aber schnell ändern: Zusammen mit den Fans wolle man dem neuen Fanprojekt etwas Farbe und Leben einhauchen.

Nico Zimmermann, stellvertretender Leiter des Fanprojekts Karlsruhe.

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Nico Zimmermann, stellvertretender Leiter des Fanprojekts Karlsruhe.
Foto: Fanprojekt Karlsruhe/Stadtjugendausschuss

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Nico Zimmermann, stellvertretender Leiter des Fanprojekts Karlsruhe.
Foto: Fanprojekt Karlsruhe/Stadtjugendausschuss

Alle Fangruppen unter einem Dach

Dennoch komme das neue Konzept bereits gut in der Fanszene an: „Wir bekommen regelmäßig viel Zuspruch“, so Zimmermann. Auch dass die verschiedenen Ultra-Gruppierungen in den neuen Räumen Platz finden, begrüßt der stellvertretende Leiter des Fanprojekts. „Es ist schön, dass alle Arten von KSC-Fangruppen hier zusammenkommen können.“

Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.

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Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.
Foto: Thomas Riedel

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Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.
Foto: Thomas Riedel

Nachhall des Pyro-Prozesses noch immer Thema

Gerade vor dem Hintergrund des zurückliegenden, inzwischen eingestellten Prozesses gegen mehrere Mitarbeiter des Fanprojekts im Rahmen des Pyro-Vorfalls im Wildpark im Jahr 2022, in dessen Verlauf sich auch die Ultra-Szene von der Sozialeinrichtung abgewandt hatte, sei das laut Zimmermann wichtig.

Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.

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Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.
Foto: Thomas Riedel

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Aus Busdepot wird KSC-Treffpunkt: Das neue Fanprojekt am Ostring.
Foto: Thomas Riedel

Zwar sei das zugrundeliegende Thema des Prozesses, nämlich das fehlende Zeugnisverweigerungsrecht, in der Arbeit des Fanprojekts immer noch sehr präsent, „aber nach diesen schwierigen zurückliegenden Jahren ist die Eröffnung des neuen Fanprojekts einfach ein tolles Signal für einen Neustart“.

Für Fans ab 14 Jahren: Offener Treff jeden Dienstag

Wer das neue Fanprojekt besuchen möchte, kann das jeden Dienstag beim offenen Treff von 15 bis 21 Uhr tun. Zudem plant das Fanprojekt nach Angaben von Nico Zimmermann in Zukunft weitere Events wie Lesungen, Talk-Runden oder Kino-Abende.

ka-news-Hintergrund: Das Fanprojekt Karlsruhe

Die Aufgabe der Sozialarbeiter im Fanprojekt ist es, vertrauensvolle Beziehungen zu den schwer zugänglichen Fanszenen aufzubauen. Ihr Ziel: Radikalisierungen von jungen Fans verhindern und frühzeitig Infos zu beunruhigenden Entwicklungen in der Szene erhalten. Das Fanprojekt gibt es bereits seit 1986.