Dass es für das Weiterkommen am Mittwoch zwingend einen Sieg brauchte, war den Füchsen und allen, die es mit ihnen halten, vor dem Rückspiel natürlich klar. Und so wurden die Berliner in ihrem Prenzlauer Berger Fuchsbau von Beginn an durch ein besonders lautes Publikum und einen noch lauteren Hallensprecher angetrieben. Eine emotionale Extramotivation, die Wirkung zeigte: Vorne trafen Mijajlo Marsenic, Mathias Gidsel und Hakun West av Teigum, hinten parierte Dejan Milosavljev. Nach dreieinhalb Minuten führten die bis dato furiosen Füchse mit 5:1.

Dabei war es allen voran Milosavljev, der die Fans zur mal raunenden, mal jubelnden Verzückung brachte – und Veszprem verzweifeln ließ. Der Serbe im Berliner Tor präsentierte mit wahnsinniger Reaktionsschnelligkeit und noch mehr Beweglichkeit ein mustergültiges Torwartspiel und nahm den Gästen aus Ungarn einen Ball nach dem anderen ab. Nach 20 gespielten Minuten hatte Milosvljev bei 50 Prozent parierten Bällen bereits acht Paraden auf seinem Konto.

Dass die Berliner zu diesem Zeitpunkt mit 14:8 führten, lag daran, dass nicht nur ihr Torwart glänzend spielte. Egal ob nach Milosavljevs Paraden, Ballgewinnen anderer Art oder sogar kassierten Treffern: Die Berliner rollten immer wieder mit erbarmungsloser Geschwindigkeit auf das ungarische Tor zu. Dort angekommen präsentierten sie sich eiskalt – zumindest bis der Fluss im Füchse-Spiel nach 25 Minuten zum Erliegen kam.