Newsblog zum Krieg in der Ukraine

US-Gesandter will sich mit Vertreter der Ukraine treffen

Aktualisiert am 07.05.2026 – 00:58 UhrLesedauer: 16 Min.

Steve Witkoff soll sich mit einem Vertreter der Ukraine in Miami treffen. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Steve Witkoff soll sich mit einem Vertreter der Ukraine in Miami treffen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/WILL OLIVER/imago)

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Russland profitiert stark vom Krieg im Nahen Osten. Ungarns neue Regierung gibt Kiew Geld zurück. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Tote nach russischen Angriffen in Sumy

Die Behörden der nordostukrainischen Region Sumy haben vier Tote bei russischen Drohnenangriffen gemeldet. Unter den Opfern sind zwei Mitarbeiterinnen eines Kindergartens gewesen. Kinder haben sich zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch nicht in dem Gebäude befunden. Eine weitere Person ist ums Leben gekommen, als ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen worden ist.

Ein Mann ist durch eine Mine getötet worden, die mutmaßlich von russischen Streitkräften abgeworfen worden ist. Auch in Großstädten wie Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja sind bei Luftangriffen private Gebäude und Infrastruktur beschädigt worden. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat auf der Plattform X erklärt, dies habe gezeigt, dass Russland den Frieden abgelehnt habe. „Putin ist es nur um Militärparaden gegangen, nicht um Menschenleben.“

US-Gesandter will sich mit Vertreter der Ukraine treffen

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird sich US-Regierungsquellen zufolge noch in dieser Woche mit dem Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, treffen. Umjerow solle dafür nach Miami reisen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus. Über die geplanten Gesprächsinhalte sowie den Zeitpunkt des Treffens wurde nichts bekannt. Aus der Ukraine gab es zunächst nur den Hinweis, dass Umjerow nicht an einem Untersuchungsausschuss vor dem Parlament in Kiew teilnehmen könne, da er auf Auslandsreise sei.

Selenskyj beklagt Verstöße gegen Feuerpause

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause beklagt. Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. „Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen“, sagte er.

Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagte er. Damit gab er der Feuerpause noch eine zweite Chance.

Parade am 9. Mai: Russland droht erneut Kiew

Russland hat seine Drohung mit einem massiven Luftangriff auf Kiew bekräftigt, sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai zu stören. Das Außenministerium in Moskau forderte Diplomaten auf, die ukrainische Hauptstadt rasch zu verlassen, sollte die Parade in Anwesenheit von Kremlchef Putin
angegriffen werden. Selenskyj hatte mit Blick auf die geplante Parade erklärt, Moskau fürchte sich offenbar vor Drohnen über dem Roten Platz.

Iran-Krieg beschert Russland Milliardenplus

Russland hat im April nach Angaben des Finanzministeriums auch dank des Iran-Kriegs 917 Milliarden Rubel (gut zehn Milliarden Euro) an Steuern für die Rohstoffförderung eingenommen. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch im März mit 443 Milliarden Rubel (4,9 Milliarden Euro), wie aus der vom Ministerium veröffentlichten Statistik hervorgeht. Der Großteil (umgerechnet etwa 8,5 Milliarden Euro) davon entfiel auf Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Allerdings schlugen zugleich die ukrainischen Angriffe auf die Ölindustrie zu Buche.