Der Techgigant Google erweitert sein Gesundheits-Ökosystem um ein neues Wearable und eine überarbeitete Gesundheitsplattform. Mit dem neuen Fitbit Air bringt der Konzern erstmals einen bildschirmlosen Fitness-Tracker auf den Markt, der sich an Nutzer richtet, denen klassische Smartwatches zu groß, komplex oder teuer erscheinen. Parallel dazu wird die bisherige Fitbit-App in „Google Health“ umbenannt und funktional ausgebaut.

Der Fitbit Air kostet rund 100 Dollar bzw. Euro und erinnert konzeptionell an Geräte wie Whoop: Statt Display setzt Google auf ein minimalistisches Design mit Fokus auf permanente Gesundheitsüberwachung. Die Auswertung der Daten erfolgt vollständig über die neue Google-Health-App.

Fokus auf diskretes Gesundheits-Tracking

Laut Google wurde der Fitbit Air speziell für den 24/7-Einsatz entwickelt. Das Gerät ist rund 25 Prozent kleiner als der Fitbit Luxe und halb so groß wie der Inspire 3. Trotz des kompakten Formats integriert Google zahlreiche Gesundheitsfunktionen, darunter kontinuierliche Herzfrequenzmessung, Herzrhythmusüberwachung mit Vorhofflimmern-Erkennung, Blutsauerstoffmessung, Herzfrequenzvariabilität sowie Schlaftracking.

Die Akkulaufzeit soll laut Google bis zu sieben Tage betragen. Eine Schnellladefunktion liefert innerhalb von fünf Minuten genügend Energie für einen weiteren Nutzungstag.


Anzeige

Alexander Graf Buch


Gewinnen in der Plattform-Ökonomie


von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider


★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne


Jetzt bei Amazon entdecken

Google setzt auf KI-gestützte Gesundheitsanalyse

Der neue Tracker ist eng mit der ebenfalls vorgestellten Google-Health-App verbunden. Die Anwendung ersetzt die bisherige Fitbit-App und bündelt Gesundheits-, Fitness- und Aktivitätsdaten künftig zentral.

Die App erhält vier Hauptbereiche für Tagesübersicht, Fitness, Schlaf und Gesundheitsdaten. Nutzer können individuelle Dashboards anlegen und Daten aus anderen Anwendungen wie Apple Health, Health Connect, Peloton oder MyFitnessPal integrieren.

Zusätzlich integriert Google den KI-basierten und auch in Deutschland neu verfügbaren „Google Health Coach“, der auf Gemini-Technologie basiert. Die KI soll personalisierte Trainingsvorschläge, Gesundheitsanalysen und Schlafempfehlungen liefern. In den USA können Nutzer zudem medizinische Unterlagen wie Laborwerte oder Medikationsdaten direkt in die App importieren.

Automatische Aktivitätserkennung und Personalisierung

Der Fitbit Air erkennt laut Google zahlreiche Aktivitäten automatisch und verbessert die Analyse kontinuierlich anhand individueller Nutzungsgewohnheiten. Trainings können zusätzlich manuell erfasst oder über KI-gestützte Funktionen ergänzt werden.

So soll der Health Coach beispielsweise Trainingsgeräte oder Zirkeltrainingspläne per Smartphone-Kamera analysieren und passende Workouts erstellen können.

Neue Zubehör-Strategie und Sonderedition

Google positioniert den Fitbit Air auch stärker als Lifestyle-Produkt. Nutzer können verschiedene Armbandvarianten wählen, darunter Sport-, Silikon- und Premium-Designs. Zusätzlich erscheint eine Sonderedition gemeinsam mit Basketballspieler Stephen Curry.

Die spezielle Version verfügt über ein eigenes Design mit wasserabweisender Beschichtung und optimierter Belüftung für sportliche Aktivitäten.

Ausbau des Google-Health-Ökosystems

Mit der Kombination aus neuer App, KI-Funktionen und minimalistischem Wearable baut Google seine Gesundheitsplattform deutlich aus. Der Konzern verfolgt dabei zunehmend einen software- und datengetriebenen Ansatz, bei dem Gesundheitsanalysen und KI-gestützte Empfehlungen stärker in den Mittelpunkt rücken.