Doctolib gibt die Übernahme von Medicus bekannt, dem britischen Anbieter cloudbasierter elektronischer Patientenakten für Hausarztpraxen im National Health Service (NHS).
Damit erschließt Doctolib einen der größten Gesundheitsmärkte Europas mit rund 67 Millionen Versicherten. In den kommenden Jahren will das Unternehmen mehr als 100 Millionen Pfund im Vereinigten Königreich investieren, 150 Mitarbeitende in London einstellen und ein eigenständiges Forschungs- und Entwicklungszentrum aufbauen, „um Innovationen in der britischen Primärversorgung voranzutreiben“, teilt Doctolib mit.
Ziel sei, dadurch Hausärzte zu entlasten und Wartezeiten für Patienten zu senken. Mit Medicus werde der Ansatz, Gesundheitsfachkräfte durch Technologie zu entlasten, erstmals auf den britischen Markt übertragen. KI-basierte Lösungen sind dabei ein zentrales Element.
Die wachsende Nachfrage nach medizinischer Versorgung treffe auf einen zunehmenden Verwaltungsaufwand. Gesundheitsfachkräfte verlören wertvolle Zeit für die Patienten. Diese Herausforderung zeige sich im Vereinigten Königreich durch eine stark belastete Primärversorgung besonders, meldet das Unternehmen.