„Haben die Nase vorn“
Neue Kontrolle am Flughafen: Das ändert sich für Passagiere
08.05.2026 – 14:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine der neuen Kontrollspuren am Flughafen Nürnberg: Die neuen Scanner fertigen 3D-Bilder vom Handgepäck an. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)
Der Nürnberger Airport setzt jetzt bei der Sicherheitskontrolle auf modernste Technik. Der Freistaat spricht von einer Vorreiterrolle – Passagiere profitieren.
Der Nürnberger Flughafen hat ab sofort eine neue Sicherheitskontrolle. Seit vergangenem Herbst sind die bestehenden Kontrollspuren bei laufendem Betrieb sukzessive abgebaut und durch neue ersetzt worden. Am Freitag (8. Mai) haben die Regierung von Mittelfranken, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) und der Airport die neue Kontrolle gemeinsam eröffnet.
Bernreiter sagte, dass der Airport damit der erste Flughafen in Deutschland sei, der das Handgepäck in der Sicherheitskontrolle ausschließlich mit CT-Scanner kontrolliert. Dabei handelt es sich um Computertomografen, wie sie auch in der Medizin eingesetzt werden. Dadurch werde die Sicherheitskontrolle „sicherer, schneller und bequemer“, betont Bernreiter.
Anders als die alten herkömmlichen Kontrollgeräte, die ebenfalls auf einer Röntgentechnologie basierten, fertigen die neuen Scanner 3D-Bilder des Gepäcks an. Diese können die Mitarbeiter vor Ort direkt auswerten, um verbotene Gegenstände wie Messer in den Koffern zu finden. Außerdem scannen die neuen Geräte das Handgepäck automatisch auf Sprengstoff.
Für die Passagiere bringt die Umrüstung der Kontrolle einige Vorteile. Sie müssen Laptops ab sofort nicht mehr aus dem Gepäck entnehmen und separat zur Kontrolle abgeben. Zudem dürfen Passagiere jetzt auch Flüssigkeiten wie Getränke in Flaschen mit einer Größe von bis zu zwei Litern mit durch die Kontrolle nehmen.
Anders als vorher stehen am Flughafen Nürnberg nicht mehr zehn Kontrollspuren zur Verfügung – sondern nur noch sechs. Dennoch steige, wie Verkehrsminister Bernreiter sagte, durch die neue Technik die Kapazität der Sicherheitskontrolle um 40 Prozent. So könnten jetzt bis zu 1.400 Passagiere pro Stunde kontrolliert werden, zuvor waren es 1.000.
