
AUDIO: „German Ports“: Neues Bündnis der Hafenverwaltungen (1 Min)
Stand: 09.05.2026 10:00 Uhr
Die wichtigsten deutschen Seehäfen wollen künftig gemeinsam ihre Interessen in Berlin vertreten. Dazu ist auf Initiative der Hamburger Hafenverwaltung (HPA) ein neues Bündnis unter dem Namen „Deutsche Häfen – German Ports“ gegründet worden.
Bremenports, Brunsbüttel Ports, der Seehafen Kiel, die niedersächsischen Häfen und die Duisburger Hafen AG – sie gehören neben dem Hamburger Hafen zum neuen Bündnis. Die Herausforderungen in den verschiedenen Häfen ähneln sich, so Tino Klemm, der Finanzvorstand der HPA. „Wenn man nicht mit einer Stimme spricht, dann ist das, was man adressieren möchte, deutlich schwächer, als wenn man das gemeinsam tut. Wir haben alle die Herausforderungen, Investitionen in die Infrastruktur finanziell sauber abzudecken.“ Das Bündnis German Ports fordert, dass sich der Bund sowohl kurzfristig an einzelnen Projekten beteiligt – als auch dauerhaft und regelmäßig mehr Geld gibt, um die Länder zu entlasten.
Klimafreundlicher Umbau, Verteidigung, Sanierungsbedarf
Die Summen, die in den kommenden Jahren für die deutschen Häfen benötigt werden, sind gewaltig. Einerseits um die Häfen so umzubauen, damit sie sowohl für klimafreundliche Energieimporte als auch für Verteidigungsaufgaben fit sind. Andererseits um marode Kaimauern, Straßen und Brücken zu erneuern. „Einiges ist in die Jahre gekommen. So dass wir hier über eine Größenordnung von 15 Milliarden Euro sprechen“, schildert Tino Klemm. Allein den Bedarf für den Hamburger Hafen hatte Bürgermeister Peter Tschentscher zuletzt auf mehr als 8 Milliarden Euro beziffert.

Auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand im Hamburger Hafen soll ein großes Ammoniak-Importterminal gebaut werden. Die Umweltbehörde hat grünes Licht gegeben.

Bei der Sanierung der Hamburger Kanalisation steht das nächste Großprojekt an. Das Stammsiel Kuhmühle ist eines der größten und ältesten Abwasser-Siele der Stadt.
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