Rund um das letzte Heimspiel von Fortunas Regionalliga-Fußballern vor der Sommerpause war auf und neben dem Platz einiges los. Bei bestem Fußballwetter strömten nicht nur zahlreiche Fans der Düsseldorfer ins Paul-Janes-Stadion, auch der Wuppertaler SV wurde von einer großen und lautstarken Anhängerschaft zum womöglich letzten Auswärtsspiel vor dem drohenden Abstieg in die Oberliga begleitet. Insgesamt kamen 1141 Zuschauer an den Flinger Broich – der zweithöchste Wert der Saison. Sie bekamen ein umkämpftes Spiel zu sehen, das mit einem 2:2-Unentschieden endete.

Personell tauschte U23-Coach Jens Langeneke wie schon in den letzten Wochen ordentlich durch, ganze neun Wechsel gab es in der Startformation. Damit waren einige erfreuliche Nachrichten verbunden. So konnte Hamza Anhari nach fast fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback feiern. Außerdem kehrte Tobias Grulke, der wegen eines Kreuzbandrisses über ein Jahr aussetzen musste, in den Kader zurück. Im Tor feierte Linus Langenbruch sein Regionalliga-Debüt, Kilian Sauck kehrte nach einigen Einsätzen in der Zweiten Liga wieder zur „Zwoten“ zurück.

In der Anfangsphase entwickelte sich eine ausgeglichene und umkämpfte Partie, beide Teams verzeichneten erste Torannäherungen. Nach einer Viertelstunde gab es eine Schrecksekunde für die Rot-Weißen. Moritz Montag verletzte sich bei einem Sprint ohne Gegnereinwirkung und griff sich sofort an den Oberschenkel. Für den Routinier ging es nicht weiter, für ihn kam Tom Barth. In der Folge spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab, ein Treffer lag nicht wirklich in der Luft.

Dennoch schlug in der 29. Minute der Ball im Wuppertaler Gehäuse ein. Nach einer Ecke von Leo Mirgartz kam Lennart Garlipp zum Kopfball und brachte die Kugel im langen Eck zur Führung unter. Sonderlich lange hielt diese allerdings nicht, exakt zehn Minuten später gelang den Gästen der Ausgleich. Nach einer flachen Hereingabe von der rechten Seite stimmte in der Düsseldorfer Defensive die Zuordnung nicht, sodass Celal Aydogan ungestört zum Abschluss kam und den Ball im Tor unterbrachte. Nach diesem Treffer ging ein Ruck durch die Reihen der Gäste, die in der Folge immer gefährlicher wurden. Zur Halbzeit blieb es allerdings beim 1:1.

Kurz nach dem Seitenwechsel konnte sich dann Debütant Langenbruch auszeichnen: Nach einem unglücklichen Klärungsversuch von Kevin Amaniampong zeigte der Keeper im Eins-gegen-Eins eine starke Fußabwehr und verhinderte damit den Rückstand. Die Gäste blieben am Drücker und schnürten die Flingerner regelrecht in der eigenen Hälfte ein. Die Fortuna-Defensive hielt dem Dauerdruck jedoch stand. Es kam daher, wie es kommen musste: Mit der ersten Chance im zweiten Durchgang ging die „Zwote“ durch einen strammen Abschluss von Joker Noah Nikolaou in Führung.

Doch auch diesmal hielt die Führung nicht lange: Eine Hereingabe von der linken Seite rutschte durch den Strafraum und schlug zum Ausgleich im Tor ein. Wenige Augenblicke vor Schluss hatte Fortuna durch Kevin Bindemann noch die große Chance zum Siegtreffer, ließ diese jedoch ungenutzt. Es blieb daher beim 2:2, ein Punkt war für die Bergischen aber wohl zu wenig. Die Reaktion der Fans auf den immer wahrscheinlicheren Abstieg: Sie zündeten nach dem Abpfiff sowohl schwarzen Rauch als auch Böller, laute Explosionen hallten durch das Stadion.