
In der Bundesliga der Frauen hat der 1. FC Köln den Hamburger SV besiegt. So darf die SGS Essen noch auf den Klassenerhalt hoffen.
Der 1. FC Köln setzte sich am frühen Samstagnachmittag im heimischen Franz-Kremer-Stadion gegen den Hamburger SV mit 2:1 (1:0) durch. Lydia Andrade brachte Köln in Führung (30. Minute), Hamburgs Annaleen Böhler glich in der Schlussphase aus (84.). Doch in der Nachspielzeit erzielte Dora Zeller das 2:1 für die Gastgeberinnen (90.+6).
Die Hamburgerinnen verpassten dadurch den noch fehlenden Punkt für den Klassenerhalt. Sie belegen mit 18 Punkte den zwölften Tabellenplatz, drei Punkte vor der SGS Essen. So haben die Essenerinnen am letzten Spieltag noch die Chance, am HSV vorbeizuziehen und einen Nicht-Abstiegsplatz zu erreichen. Allerdings hat der HSV auch das um elf Tore bessere Torverhältnis. Hamburg spielt am letzten Spieltag gegen den Meister Bayern München, die SGS gegen den SC Freiburg.
Die Kölnerinnen sind schon seit Längerem gesichert und stehen im Tabellen-Mittelfeld.
Der Hamburger SV wirkte in den ersten Spiel-Minuten in Köln entschlossen und mutig, doch dann übernahmen die Gastgeberinnen die Spielkontrolle.
In der 23. Minute bot sich den Kölnerinnen die große Chance zur Führung: Nach einem Ausrutscher einer HSV-Spielerin im Mittelfeld lief FC-Stürmerin Lydia Andrade über das halbe Spielfeld alleine auf die Hamburgs Torhüterin Lea Paulick zu – die Kölnerin scheiterte aber mit einem schwachem Flachschuss
Rund sieben Minuten später gelang Andrade dann aber der Kölner Führungstreffer: Kölns Anna-Lena Stolze kam im Gäste-Strafraum an den Ball – sie legte vor der HSV-Torfrau noch ab zu Andrade, die ohne Mühe einschieben konnte (30.).
Auch danach waren die Gastgeberinnen spielbestimmend. In der 38. Minute kam Pauline Bremer im Strafraum zum Abschluss, ihr Schuss flog aber über das Gäste-Tor. Die Hamburgerinnen dagegen blieb in der ersten Halbzeit harmlos.
HSV nach der Pause aktiver
In der zweiten Halbzeit waren die Hamburgerinnen etwas aktiver, bauten aber zunächst keinen großen Druck auf das Kölner Tor auf. HSV-Angreiferin Sophie Hillebrand zog aus rund 14 Metern ab. Der Ball tickte vor FC-Torhüterin Lisa Schmitz noch auf, im Nachfassen entschärfte die Torfrau die Situation (69.).
Nach einem Pass in den HSV-Strafraum lief
Die FC-Spielerinnen nutzten ihrerseits nicht die Chancen, die sich ihnen boten: Nach Vorlage von Vogt kam Bremer an der Strafraumgrenze an den Ball – ihr Schuss ging aber links am Tor vorbei (74.).
In der Schlussphase sah Hamburgs Co-Trainer Phil Nabaoui, der sich von außen offenbar zu sehr beschwert hatte, von Schiedsrichterin Davina Lutz die Gelb-Rote Karte (77.). Der HSV intensivierte den Druck: Und in der 84. Minuten schlugen die Hamburgerinnen plötzlich zu: Nach einer langen Freistoßflanke in den Strafraum unterlief FC-Torhüterin Schmitz den Ball – HSV-Spielerin Annaleen Böhler kam zum Abschluss und erzielte per Kopf den Ausgleich.
Die mitgereisten HSV-Fans feierten, doch die Kölner Spielerinnen kämpften um den Heimsieg – und machten Druck bis tief in die Nachspielzeit. Und in der siebten Minute der Nachspielzeit erzielten die Kölnerinnen dann doch noch das umjubelte 2:1 durch Dora Zeller: Pauline Bremer tankte sich über die linke Seite bis zur Grundlinie durch und legte zurück auf die eingewechselte Zeller – ihr Schuss aus sieben Metern landete oben links im Gäste-Tor.
Köln beendet die Saison in Jena
Der 1. FC Köln ist am letzten Spieltag bei Carl-Zeiss Jena zu Gast – der Thüringer Klub steht schon als Absteiger fest. Spielbeginn ist am Sonntag, 17. Mai, um 14.00 Uhr. Die Hamburgerinnen spielen zeitgleich gegen den Meister FC Bayern München.
Unsere Quellen:
- Frauen-Bundesliga-Spiel 1. FC Köln gegen Hamburger SV am 09.05.2026 (Live-Übertragung bei MagentaSport)
Sendung: WDR.de, „Köln feiert Heimsieg gegen den HSV dank Last-Minute-Treffer“, 09.05.2026, 14:34 Uhr