Stuttgarts Maximilian Mittelstädt (v.) bejubelt seinen Treffer im Spiel gegen Leverkusen

Stand: 09.05.2026 • 17:45 Uhr

Der VfB Stuttgart hat das direkte Duell um die Champions League am 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen Bayer 04 Leverkusen mit 3:1 (2:1) für sich entschieden. Mit einem Sieg am letzten Spieltag kann der VfB nun aus eigener Kraft das Ticket für die Königsklasse buchen.


Lukas Thiele

In einem vor allem in der ersten Halbzeit rasantem Spiel hatte Aleix Garcia die Werkself schon in der 1. Minute in Führung gebracht. Ermedin Demirovic (6.), Maximilian Mittelstädt per Strafstoß (45.+7) und Deniz Undav (58.) drehten das Spiel für die Hausherren.

Durch den Sieg verdrängt der VfB die Leverkusener von Rang vier, der für die Teilnahme an der Königsklasse im kommenden Jahr berechtigt. Stuttgart ist punktgleich mit der TSG Hoffenheim auf Rang fünf, hat aber die bessere Tordifferenz. Leverkusen rutscht ab auf Rang sechs mit drei Punkten Rückstand auf den VfB. Der FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig sind schon sicher für Champions League qualifiziert.

Sebastian Hoeneß sprach im Sportschau-Interview von einem verdienten Sieg, „das macht uns stolz.“ Stuttgarts Coach freute sich vor allem über die gute Antwort nach dem frühen Gegentor. „Wir haben vorher darüber gesprochen, dass dies die Spiele sind, wo es darum geht, alles auf dem Platz zu lassen. Jetzt haben wir das Finale, das wir wollten.“

Sein Gegenüber Kasper Hjulmand zeigte sich im Sportschau-Interview enttäuscht. „Wir haben nicht unsere beste Leistung gezeigt.“ Auch Leverkusens Kapitän Robert Andrich war bedient, dass sein Team im Rennen um die Champions-League-Qualifikation durch ins Hintertreffen geriet: „Es war insgesamt zuwenig von uns. Stuttgarts Sieg war verdient.“

Garcia trifft nach 34 Sekunden für Leverkusen

Die Partie brauchte keine Anlaufzeit, es ging sofort hin und her. 34 Sekunden dauerte es, da lag der Ball schon im Stuttgarter Tor. Ibrahim Maza spitzelte Ramon Hendriks im Mittelfeld den Ball vom Fuß. Christian Kofane dribbelte Richtung Strafraum und legte im perfekten Moment auf Garcia ab, der Nübel im VfB-Tor keine Chance ließ (1.).

Stuttgart zeigte sich nicht geschockt, sondern angestachelt und drängte auf den schnellen Ausgleich. Und das mit Erfolg: Nur fünf Minuten nach dem Rückstand spielten Demriovic und Nikolas Narty einen Doppelpass und Demirovic traf trocken ins lange Eck (6.).

Kein Strafstoß für den VfB

Der VfB hatte nun Schwung gesammelt und fuhr einen Angriff nach dem nächsten. Leverkusen blieb in Umschaltmomenten aber ebenfalls gefährlich und so entwickelte sich ein rasantes Spiel. In der 21. Minute wurde es knifflig für Schiedsrichter Robert Schröder. Edmond Tapsoba hatte Angelo Stiller im Strafraum an der Wade getroffen. Schröder entschied sich nach Rücksprache mit Video-Assistent Bastian Dankert aber gegen einen Strafstoß.

Danach spielte erst einmal fast nur Stuttgart und immer wieder war es Demirovic, der der Führung ganz nah war. Der Bosnier war ein ständiger Unruheherd und kam gleich drei Mal in gute Abschlusspositionen. Bayer-Torhüter Mark Flekken bewahrte seine Mannschaft gleich mehrmals vor einem Rückstand.

Stuttgarts MIttelstädt verwandelt eiskalt vom Punkt

Die verdiente Führung für den VfB fiel aber trotzdem noch vor der Pause. Und wieder war Demirovic beteiligt. Der Stürmer wurde abseits des Balles von Tapsoba zu Fall gebracht. Weil sich das Ganze im Strafraum abspielte, entschied Schröder nach erneut langer Beratung mit Dankert dieses Mal auf Strafstoß. Mittelstädt trat an und chippte den Ball eiskalt in die Mitte (45.+7).

Wer nun dachte, das Spiel beruhigt sich nach der Pause, wurde schnell eines Besseren belehrt. Wieder nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff lag der Ball schon wieder im Tor, dieses Mal im Leverkusener. Torschütze war natürlich Demirovic. Aber: Im Vorfeld stand Sturmkollege Undav knapp im Abseits, der Treffer zählte nicht (47.).

Undav baut die VfB-Führung gegen Bayer aus

Stuttgart hielt den Druck danach weiter hoch, erarbeitete sich Chance um Chance und belohnte sich in der 58. Minute mit dem 3:1. Jamie Leweling flankte von der rechten Seite in den Strafraum. Undav stand richtig und netzte aus zentraler Position ein.

Bayer 04 musste nun reagieren. Trainer Kasper Hjulmand brachte mit Malik Tillman einen weiteren Offensivspieler. Und tatsächlich fand Leverkusen nun wieder öfter den Weg in die Stuttgarter Hälfte, auch weil der VfB sich weiter zurückzog. Mehr als gefährliche Ansätze hatte die Werkself bis in die Schlussphase aber nicht zu bieten.

In der 89. Minute kam Alejandro Grimaldo aus guter Position zum Abschluss. Nübel faustete den Ball zur Seite und sichterte dem VfB so den Heimsieg.

Stuttgart in Frankfurt, Leverkusen gegen den HSV

Stuttgart ist am letzten Spieltag bei Eintracht Frankfurt zu Gast. Leverkusen empfängt den Hamburger SV (beide Samstagnachmittag, 15.30 Uhr).