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Harry Kane verschießt beim Bayern-Sieg in Wolfsburg erstmals einen Bundesliga-Elfmeter – nun sorgen TV-Bilder und ein möglicher Trick der Wölfe für Diskussionen.

Wolfsburg – Harry Kane verschießt einen Elfmeter – eine Tatsache, die Seltenheitswert hat. Beim knappen 0:1-Erfolg des FC Bayern München in Wolfsburg passierte dem Engländer genau das erstmals in der Bundesliga. Doch nach der Partie rückte weniger der Fehlschuss selbst in den Mittelpunkt, sondern vielmehr die Frage: Wurde vor dem Strafstoß bewusst nachgeholfen, um Kanes Schuss zu manipulieren?

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Im Fokus steht hierbei Wolfsburgs Jeanuël Belocian. TV-Bilder von Sky Sport zeigten, wie der 21-Jährige kurz vor der Ausführung offenbar mehrfach auf den Elfmeterpunkt trat und den Untergrund beschädigte. Wenig später rutschte Kane beim Anlauf leicht weg und setzte den Ball neben den oberen rechten Winkel am Tor vorbei. Für den Bayern-Stürmer war es der erste vergebene Bundesliga-Elfmeter überhaupt – zuvor hatte er alle 24 Strafstöße im Oberhaus verwandelt.

Manipulierte Belocian Kanes Elfmeter?

Weltfußballer und TV-Experte Lothar Matthäus äußerte bei Sky deutliche Vermutungen zu der Szene. „Wenn es der Schiedsrichter nicht sieht – Der steht ja auch so ein bisschen teilnahmslos“, sagte der Rekordnationalspieler zunächst. Beim erneuten Blick auf die Wiederholung legte Matthäus nach: „Da rutscht er weg und schaut auch gleich nach hinten. Da war doch was! Vielleicht hat da irgendeiner ein Loch in den Rasen getreten.“

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Auch Sky-Expertin Julia Simic bewertete die Aktion kritisch: „Es ist absolut unfair. Das sollte man nicht machen. Ich weiß aber nicht, ob es dafür ausschlaggebend war.“ Für Kane endete damit eine beeindruckende Serie. Der Engländer hatte vor der Partie sämtliche seiner Bundesliga-Elfmeter verwandelt und war in dieser Saison bereits zum elften Mal vom Punkt angetreten. Kein anderer Spieler hatte das vor ihm in einer Bundesliga-Spielzeit erreicht.

Olise erst lustlos, dann genial: Die Bayern in der Einzelkritik beim 1:0 in WolfsburgLicht und Schatten: Der Auftritt von Olise (rechts) in Wolfsburg war irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn. Fotostrecke ansehen

Trotz des Fehlschusses reichte es für die Bayern am Ende dennoch zum Sieg in Wolfsburg. Die Diskussionen um den Elfmeterpunkt weckten dabei Erinnerungen an eine ähnliche Szene aus dem Jahr 2015. Damals hatte Augsburgs Torwart Marwin Hitz vor einem Strafstoß gegen Köln den Punkt beschädigt, woraufhin Anthony Modeste beim Schuss wegrutschte und vergab. Ganz neu ist die Methode im Abstiegskampf also nicht.

Passend dazu sprach Wolfsburgs Patrick Wimmer nach dem Spiel offen über solche Mittel im Tabellenkeller. „Es sind natürlich dann dreckige Spielchen, die muss man vielleicht auch anwenden, wenn man da unten drinsteht“, erklärte der Österreicher. Ob Belocians Aktion letztlich entscheidend für Kanes Fehlschuss war, bleibt allerdings offen. Kane äußerte sich zu der Situation nicht. (LF)