Schon seit Saisonbeginn im „Crunchtimemodus“
Dennoch dürften die Gedanken schon leise Richtung 13./14. Juni schweifen, wenn in Köln das Highlight-Event der Königsklasse ausgetragen wird. Passieren keine Wunder, wird der SCM zum vierten Mal in Serie dabei sein – und dazu den Meistertitel im Gepäck haben. „Uns treibt eine intrinsische Motivation“, wischte Wiegert jegliche Zweifel beiseite, dass seine Mannschaft in der entscheidenden Saisonphase nachlassen könnte. Man sei schon seit Saisonbeginn im „Crunchtimemodus“, deshalb müsse er seine Spieler auch emotional nicht weiter kitzeln.
Magdeburgs Erfolgstrainer erwartet dennoch ein anderes Spiel als in der vergangenen Woche. Denn Szeged wird – oder besser gesagt muss – von Beginn an offensiv alles in die Waagschale werfen, „um den Rückstand relativ schnell aufzuholen“, meinte Wiegert. Sein Team müsse sich auf schnelle Gegenstöße und eine vermutlich offensiver ausgerichtete Abwehr einstellen. Umso wichtiger wird es, den berühmten Funken auf der Platte auf die Ränge überspringen zu lassen, „denn wir wissen, dass uns die Arena tragen kann.“
Füchse nach Krimi gegen Veszprem im Final Four
Genau davon profitierten auch die Füchse Berlin, die sich bereits am Mittwochabend nach einem packenden Krimi gegen Veszprem das Ticket für das Final Four sicherten. Die Entscheidung in der Max-Schmeling-Halle fiel erst im Siebenmeterwerfen, wo Welthandballer Matthias Gidsel den entscheidenden Wurf verwandelte. Damit könnte es auch zu einer Neuauflage des Endspiels gegen den SCM kommen.
„Es zeigt, wir sind ein absoluter Spitzenverein. Das war kein Zufall letztes Jahr. Ich hoffe, wir machen das Final Four nochmal grün“, appellierte Weltmeister Gidsel an die Füchse-Fans. Füchse-Boss Bob Hanning wurde noch deutlicher: „Ich würde mich nicht wundern, wenn wir die Champions League gewinnen. Dieses Spiel ist dafür der Schlüssel.“