Die Aktien von Nintendo fielen am Montag in Tokio um 8 %, nachdem das Unternehmen die Preise für die Switch 2 angehoben hatte und der Markt einen Mangel an hochkarätigen Spieletiteln für die nötige Dynamik befürchtet.
Nintendo verzeichnete für das im März abgelaufene Geschäftsjahr robuste Hardware-Verkäufe. Doch während das Unternehmen für seine konservativen Prognosen bekannt ist, blieb der Ausblick für das laufende Jahr hinter den Markterwartungen zurück.
Das in Kyoto ansässige Unternehmen verlängerte den Lebenszyklus der ursprünglichen Switch mit Spielen aus Franchises wie ‚The Legend of Zelda‘. Trotz jüngster Erfolge wie ‚Pokemon Pokopia‘ wird jedoch ein Mangel an potenziellen Blockbustern konstatiert.
‚Der prognostizierte Rückgang der Spieleauslieferungen im Jahresvergleich birgt das Risiko zu signalisieren, dass es Nintendo an Vertrauen in seine Pipeline mangelt‘, schrieb Morningstar-Analyst Kazunori Ito in einer Mitteilung.
‚Da sich das Nutzerengagement im zweiten Jahr eines Konsolenzyklus jedoch typischerweise beschleunigt, halten wir dies für zu pessimistisch‘, führte er aus.
Nintendo kündigte zudem Preiserhöhungen für die Switch 2 an. Das japanische Modell soll ab dem 25. Mai um 10.000 Yen (63,73 USD) auf 59.980 Yen steigen, während die Preise in Märkten wie den USA ab dem 1. September angehoben werden.
Das Unternehmen spricht ein Publikum von Gelegenheitsspielern an, die als besonders preissensibel gelten. Die Erhöhungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Elektronikhersteller mit einem sprunghaften Anstieg der Preise für Speicherchips zu kämpfen haben.
Das zweite Jahr ‚ist entscheidend, und unsere vom Konsens abweichende Einschätzung ist, dass in diesem Jahr ein Mario-AAA-Titel erscheinen wird‘, schrieb Jefferies-Analyst Atul Goyal in einer Analyse.
($1 = 156,9100 Yen)
(Berichterstattung durch Sam Nussey; Redaktion durch Sam Holmes)