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Dieses 5:3 war kein normaler Sieg. Es war ein Kraftakt! Hansa Rostock schlägt den VfB Stuttgart II – und erzwingt ein Endspiel. Drei Punkte fehlen vor dem letzten Spieltag zum Relegationsplatz-Wunder. Die Kogge zwingt die 3. Liga zum Blick auf die Tabelle.
Rostock wahrt Chance auf Relegation
Trainer Daniel Brinkmann bringt es auf den Punkt: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir noch leben und darüber, dass wir zu Hause einen positiven Abschluss hatten.“
Rostock lebt. Und darf weiter rechnen. Brinkmann sagt: „Ich bin glücklich, dass es im letzten Spiel noch mal um was geht.“ Denn es geht um alles. Um den möglichen Aufstieg. Oder um Platz vier. Der würde immerhin den direkten Einzug in den DFB-Pokal bedeuten. Für die Mannschaft ein Ziel. Für die Fans ein Signal.
Mehr zum ThemaRot-Weiss Essen und MSV Duisburg im Fokus
Die Hoffnung auf Platz 3 ist minimal – aber vorhanden. Rot-Weiss Essen und MSV Duisburg müssen beide verlieren, Rostock gewinnen. Dann zählt das Torverhältnis. Und da steht Hansa besser da. Wieder rechnen. Wieder hoffen. Wieder zittern. Wie schon in der Saison 2024/2025.
Auch damals hatte die Kogge am letzten Spieltag noch alle Chancen auf die Relegation. Doch die Rostocker waren auf Schützenhilfe angewiesen: Cottbus und Saarbrücken mussten patzen. Cottbus verlor zwar klar in Ingolstadt (1:4). Doch Saarbrücken gewann gegen Dortmund II (2:1) – und machte Rostocks Hoffnung zunichte. Hansa selbst verlor bei Hannover 96 II (1:2) und wurde am Ende nur Fünfter.
Der Unterschied: Vor einem Jahr fehlte nur ein Punkt. Jetzt sind es drei. Immerhin: Anders als in der Vorsaison gibt es dieses Mal mit dem VfL Osnabrück nur eine Mannschaft, die vor dem letzten Spieltag schon aufgestiegen ist. Torhüter Benjamin Uphoff klammert sich an die Hoffnung: „Natürlich gibt es einen kleinen Restfunken.“ Und er sagt klar, wie er damit umgeht: „Ich persönlich werde da bis nach dem Spiel nicht draufschauen, weil es nichts bringt.“
Lebeau spricht Klartext zur Saison
Auch Adrien Lebeau sieht die Chance: „Wir haben noch eine kleine Chance auf den dritten Platz. Ich hoffe, wir machen das.“ Gleichzeitig wird er deutlich: „Wir waren einfach nicht konstant genug. Wir haben sehr gute Spieler und müssten auf den ersten beiden Tabellenrängen stehen. Das ist mein Gefühl. Das ist schade. Ein Spiel noch.“
Jetzt bleiben noch 90 Minuten – und drei Punkte Abstand zwischen den Hanseaten und dem größten Fußballwunder seit Jahren.