Nachdem am Freitag (8. Mai) in Köln-Lindenthal eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, wird der Blindgänger am Montag (11. Mai) entschärft. Am Wochenende war dies nicht möglich, da zunächst umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen getroffen werden mussten. Das liegt vor allem daran, dass ein Krankenhaus im Evakuierungsbereich liegt. Dies erfordert immer eine sorgfältige Planung.

8.05 Uhr: Um 9 Uhr sollen am Montag die Maßnahmen starten. Rund 4100 Personen müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen, zudem wird eine Klinik geräumt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.

Der Evakuierungsradius in Köln-Lindenthal

Der Evakuierungsradius in Köln-Lindenthal

7.35 Uhr: Der Zehn-Zentner-Blindgänger mit Heckaufschlagzünder war im Bereich der Straße Am Mönchshof entdeckt worden. In direkter Nachbarschaft liegt das St.-Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind. Mit der GGS Freiligrathstraße und der katholischen Hans-Christian-Andersen-Schule sind zudem zwei Schulen betroffen, ebenso mehrere Kitas. Diese Einrichtungen bleiben geschlossen. Auch das Kloster zur Hl. Elisabeth liegt in dem Bereich.

7 Uhr: Anlaufstelle für betroffene Bürgerinnen und Bürger ist die Theodor-Heuss-Realschule in der Euskirchener Str. 50 in Sülz . Diese öffnet am Montag ab 9 Uhr. Aufgrund der Nutzung der Schule als Sammelstelle entfällt dort ebenfalls der reguläre Schulbetrieb. Die Stadt bittet Eltern, ihre Kinder nicht in die Einrichtungen zu bringen und sich um alternative Betreuungsmöglichkeiten zu kümmern.

Einsatzkräfte der Stadt bei einer Evakuierungsmaßnahme (Symbolfoto). In Köln-Lindenthal wurde ein Blindgänger gefunden, der am Montag (11. Mai) entschärft werden soll.

Der Verkehr im Umfeld wird ebenfalls stark beeinträchtigt werden. Am Montag bleibt die Kitschburger Straße zwischen der Dürener Straße und der Friedrich-Schmidt-Straße komplett gesperrt. Dort wird die Feuerwehr einen Halteplatz für Rettungsmittel einrichten, der für die Transporte aus dem St.-Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind benötigt wird. Auch auf der Dürener Straße wird es zu Sperrungen kommen. Ebenfalls betroffen ist die KVB-Linie 7 sowie die Buslinie 136.