Dass es vor Jahren auch Gewalt-Probleme im Alltag aktiver Fans gegeben habe, bestreitet Busch keineswegs. Trafen Mitglieder verfeindeter Gruppen aufeinander, etwa beim Einkaufen, kam es durchaus zu Auseinandersetzungen. „Je nachdem, wer in der Unterzahl gewesen ist, war derjenige dann der Leidtragende“, erklärt Busch. Doch daran sei langfristig in den aktiven Fanszenen von Hertha und Union niemandem gelegen gewesen, „weshalb es einen Austausch gab, um dafür zu sorgen, dass das aufhört.“

Selbstredend herrsche aber nach wie vor eine große Rivalität beider Fanlager, doch die wird vornehmlich durch Graffiti und Sticker ausgelebt. Damit würden die Reviere abgesteckt. Hier gebe es zwar auch so genannte „Grenzverletzungen“, aber all das müsse man trennen von solchen Überfällen auf Fans, die im Großteil der Fälle gar nicht zur aktiven Szene gehörten. „Von so etwas grenzt man sich eigentlich ab. Das gehört bei den aktiven Fans nicht dazu“, sagt Busch.