TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Hamburg – Diese Jungs zockten schon vor der Kamera, als Gaming-Content noch in den Kinderschuhen steckte: Mit den TV-Shows „Game One“ und später „Game Two“ begeisterten sie ab 2006 die Szene. Als „Rocket Beans“ schafften sie 2015 den Sprung ins Internet. Nachdem im letzten Jahr das ZDF den Geldhahn zugedreht hatte, ging es mit Fan-Unterstützung weiter. Nun überschattet eine Trennung den Neustart.
Die „Rocket Beans“ sind ursprünglich Daniel „Budi“ Budiman (42), Etienne Gardé (47), Arno Heinisch, Nils Bomhoff (46) und Simon Krätschmer (47). Für das „Beans“ hielten die Initialen der Vor- oder Spitznamen her. Was in Zukunft allerdings aus dem „S“ wird, ist unklar. Denn auf ihrem Blog verkündeten die „Bohnen“ das endgültige Aus von Simon.

Simon Krätschmer (hier beim Deutschen Computerspielpreis 2022) setzt seinen Weg auf YouTube und Co. nun im Einzelspielermodus fort. Zuletzt sorgte er unter anderem mit kontroversen Aussagen und einem Faible für Verschwörungstheorien für Wirbel
Foto: Matthias Balk/picture alliance/dpa
„Rocket Beans“ trennen sich von Simon Krätschmer
„Simon wird RBTV (kurz für „Rocket Beans TV“, Anm. d. Red.) sowohl als Mitarbeiter als auch als Gesellschafter verlassen“, steht dort. Beide Seiten seien sich damit einig. „Die Gespräche rund um Simons Zukunft haben uns jetzt ziemlich genau ein Jahr lang begleitet. Für uns war dieser gesamte Prozess aus unternehmerischer Sicht herausfordernd, aber vor allem auf persönlicher Ebene alles andere als leicht.“

Bilder der Vergangenheit: Nils, Etienne, Budi und Simon waren als Moderatoren die bekannten Gesichter der „Rocket Beans“
Foto: Rocket Beans
Bereits seit 2023 kriselte es zwischen Simon und den anderen. Nach einer zeitweisen Versöhnung folgte 2024 der finale Bruch. Der wurde mit anwaltlicher Betreuung jetzt auch auf Papier vollzogen. „Es hat sich im Lauf dieses Jahres aber auch gezeigt, dass eine Trennung die beste Lösung und der richtige Schritt ist“, heißt es weiter. Auf die Hintergründe damals wie heute will das Team nicht eingehen.
Mehr zum ThemaKontroverse um Gaming-Moderator
Klar ist: Simon fiel zunehmend kontrovers auf. Im April 2025 bat er seine Fans um finanzielle Unterstützung, um Steuerschulden bezahlen zu können. Gleichzeitig erzählte er von einer halben Million, die er in Kryptowährung investiert habe. Wiederholt erntete er für verbale Entgleisungen Kritik. Seine Ex-Kollegen geben sich dagegen unbeirrt professionell, betonen die Wertschätzung ihm gegenüber und schreiben: „Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute.“
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
soziale Netzwerke aktivieren Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über “ Widerruf Tracking und Cookies “ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier.
Auf Social Media zeigt sich Simon augenscheinlich weniger versöhnlich. So repostete er auf Instagram einen Beitrag, der die Meldung der „Rocket Beans“ als „toxische Realitätsverdrehung“ beschimpft. Später kommentierte er: „Ich muss meine Worte mit Bedacht wählen.“