
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wirbt bei einem zweitägigen Gipfel mit afrikanischen Staaten in Kenia für einen Neuanfang der Beziehungen auf Augenhöhe.
Quelle: dpa
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat beim Gipfeltreffen „Africa Forward“ Investitionen in Höhe von 23 Milliarden Euro auf dem Kontinent angekündigt.
Macon: Investitionen schaffen Arbeitsplätze
14 Milliarden Euro kommen von französischen Geldgebern, 9 Milliarden Euro von Investoren aus Afrika, wie Macron in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sagte.
Afrika ist auf dem Erfolgsweg und braucht Investitionen, um souverän zu sein.
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Emmanuel Macron, französischer Präsident
Europa versucht aufzuholen. Denn China hat schon großen Einfluss in Afrika. Das Interesse der afrikanischen Staaten: mehr Wertschöpfung, weniger reiner Rohstoffexport.
24.11.2025 | 2:51 min
Die Investitionen könnten mehr als 250.000 direkte Arbeitsplätze in Frankreich und Afrika schaffen, so Macron. Er dankte den vor Ort vertretenen Unternehmen und lobte die „sehr konkreten“ Ergebnisse.
Geld für Energiewende, Digitalisierung und Landwirtschaft
Das Geld soll laut französischen Medienberichten, die sich auf den Élysée-Palast beriefen, vor allem in die Energiewende, die Digitalisierung und die Landwirtschaft fließen. Den Angaben nach sollen sich private sowie öffentliche Akteure aus Frankreich beteiligen.
Die Impfstoffallianz „Gavi“ meldet weniger schwere Malariafälle in Afrika. Es fehle jedoch durch die Kürzungen der Entwicklungs-Hilfe an Geld, um die Erfolge zu sichern, warnt die WHO.
24.04.2026 | 0:27 min
Beim „Africa Forward Summit“ wurden 30 Staats- und Regierungschefs sowie UN-Generalsekretär António Guterres erwartet. Vor Ort waren etwa Nigerias Präsident Bola Ahmed Tinubu, Senegals Staatsoberhaupt Bassirou Diomaye Faye, Junta-Chef Brice Oligui Nguema aus Gabun und Aziz Akhannouch, Regierungschef des Königreichs Marokko.
Initiative für mehr Investitionen statt Entwicklungshilfe
Die Veranstaltung hat zum Ziel, ein neues Partnerschaftsmodell zwischen Afrika und Frankreich zu entwickeln und wirbt für mehr Investitionen statt klassischer Entwicklungshilfe. Im Mittelpunkt stehen Direktinvestitionen, Beteiligungen, Kredite, Bürgschaften und Zuschüsse für Projekte.
Der Gipfel soll zudem den von Macron angekündigten Paradigmenwechsel in Frankreichs Afrikapolitik symbolisieren, weg von kolonial geprägten Beziehungen hin zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe.
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Quelle: dpa, AFP, AP