Während
des Bosnienkriegs in den 1990er-Jahren sollen reiche Ausländer nach
Sarajevo gereist sein, um dort auf Menschenjagd zu gehen. Diesen Vorwurf erhebt der italienische Autor Ezio Gavazzeni in seinem kürzlich erschienenen Buch Die Wochenendscharfschützen. 11.541 Menschen wurden während der vier Jahre andauernden Belagerung von Sarajevo getötet, 1.601 von ihnen waren Kinder. Bereits 1995 gab es Zeitungsberichte darüber, dass Ausländer in Sarajevo auf Menschen schießen würden. Sie sollen umgerechnet 25.000 Euro gezahlt haben, um einen Mann zu erschießen, 40.000 Euro für eine Frau, 50.000 Euro für ein Kind. Als Jagdtrophäe sollen die Schützen eingefärbte Patronenhülsen mit nach Hause genommen haben. Gehörten auch Deutsche zu den mutmaßlichen Tätern? Zu den Vorwürfen recherchiert hat Pia Schreiber aus dem Investigativressort der ZEIT.

Kerosin
hat sich auf dem Weltmarkt enorm verteuert, seitdem die USA und Israel
Ende Februar den Iran angegriffen haben. Die Kerosinpreise reagierten
deutlich stärker als die für Rohöl, in Nordwesteuropa kostet der Flugzeugtreibstoff jetzt knapp doppelt so viel wie vorher. Deutschland verbraucht im Jahr gut neun Millionen Tonnen Jet A-1. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) beteuerte kürzlich, in Deutschland sei Kerosin noch nicht knapp. Allerdings könnte sich das bei einem Anhalten des Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus bald ändern.
Die deutsche Kerosinversorgung hängt stark von Importen ab. Knapp zwei
Drittel des verbrauchten Flugzeugtreibstoffs kaufen die
Fluggesellschaften über Lieferanten aus dem Ausland, der Rest wird in
deutschen Raffinerien
produziert. Wie lange das Kerosin in Deutschland noch reicht, schätzt die ZEIT-Wirtschaftsredakteurin Anne-Sophie Lang im Podcast ein.

Und sonst so? Am Internationalen ME/CFS-Tag empfehlen wir noch einmal unsere Sonderfolge zum Thema.

Moderation und Produktion: Moses Fendel

Redaktion: Philip-Johann Moser

Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Hanna Heim und Mira Schrems

Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.