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Miami (Florida) – Jetzt gibt’s echten Ärger für die Hollywood-Superstars! Schauspieler Ben Affleck (53) und Matt Damon (55) werden wegen ihres Netflix-Thrillers „The Rip“ verklagt. Zwei echte Polizisten aus Florida werfen den Stars vor: Der Film habe ihr Leben ruiniert! Die Beamten behaupten: Die Filmfiguren seien zu nah an ihrem echten Leben. Deshalb verklagen sie die Produktionsfirma „Artists Equity“, die 2022 von Affleck und Damon gegründet wurde. Sie fordern Schadenersatz, Strafzahlungen – und eine öffentliche Entschuldigung!

Die Hollywood-Stars Ben Affleck (53, l.) und Matt Damon (55) bei der Premiere im Januar in New York vor jeder Menge Film-Geld, das sie in „The Rip“ unterschlagen wollen
Foto: Getty Images for Netflix
Im Actionfilm (läuft seit Januar bei Netflix) spielen Ben Affleck und Matt Damon zwei Polizisten aus Südflorida. Die Story orientiert sich an einem echten Fall aus dem Jahr 2016. Damals fanden Ermittler in einem Haus in Miami Lakes mehr als 24 Mio. US-Dollar (rd. 20,4 Mio. Euro) Bargeld – mutmaßlich aus Drogengeschäften. „The Rip“ bedeutet im US-Polizeislang das Einkassieren oder Stehlen von Drogen oder Geld.

Im Film entdecken die Fahnder 20 Mio. US‑Dollar, die einem Drogenkartell gehören
Foto: Claire Folger/Netflix
Genau das sorgt jetzt für Zoff! Denn laut Klage erkennen Freunde und Kollegen die echten Beamten in den Filmfiguren wieder. Das Problem: Die Charaktere sollen im Film schwere Straftaten begehen – darunter Diebstahl von Drogengeld, Mord und Kontakte zu Kartellen!
Polizisten: „Wir haben nie einen Dollar gestohlen!“ 
Die echten Polizisten vom „Miami-Dade Sheriff’s Office“: Jason Smith (l.) und Jonathan Santana
Foto: Miami-Dade Sheriff’s Office
Besonders betroffen: Sheriff-Stellvertreter Jonathan Santana. Gegenüber „7 News Miami“ platzte ihm der Kragen: „Wenn man etwas ‚rippt‘, stiehlt man etwas. Wir haben nie einen Dollar gestohlen!“ Seit dem Filmstart werde er verspottet und ständig mit Diebstahl in Verbindung gebracht. Sein Anwalt Ignacio Alvarez erhebt schwere Vorwürfe gegen die Filmemacher: „Sie haben Polizisten als korrupt dargestellt, sie haben meine Mandanten als korrupt dargestellt. Jetzt ist ihr Ruf geschädigt.“ Ben Affleck und Matt Damon fungieren (mit zwei weiteren Personen) als Produzenten des Films.
Der Film wurde hauptsächlich in Hialeah (Florida) gedreht. Auch Bürgermeister Bryan Calvo (28) ist sauer, schießt scharf gegen den Netflix-Streifen: „Dieser Film ist ein Schlag ins Gesicht unserer Strafverfolgungsbehörden. Wenn man noch nie in Hialeah war, wenn man woanders in diesem Land lebt und diesen Film sieht, möchte man danach nicht mehr hierherkommen, und das ist ein Problem.“

Das echte Drogengeld, rund 24 Mio. US-Dollar, wurde 2016 in Miami sichergestellt
Foto: Miami-Dade Sheriff’s Office
Anwälte weisen alle Vorwürfe zurück
Die Klage wurde vor einem Bundesgericht in Miami eingereicht. Die geforderte Schadensersatzsumme ist öffentlich nicht bekannt. Die Anwälte von „Artists Equity“ weisen die Vorwürfe zurück. Der Film erhebe keinen Anspruch darauf, reale Personen oder wahre Ereignisse exakt darzustellen. Ein entsprechender Hinweis erscheine auch im Abspann. Ob Ben Affleck und Matt Damon jetzt tatsächlich tief in die Tasche greifen müssen, muss das Gericht entscheiden. Sie haben sich noch nicht öffentlich geäußert.