Es ist soweit: Der Wannsee hat einen neuen Hafenplatz, der sicherlich nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Berlinern und Sportbootfahrern punkten wird. Dafür sorgt zum Beispiel eine geschwungene Hafentreppe, die auf der einen Seite mit Sitzstufen ausgestattet ist. Von dort aus können Besucher den Blick über den Großen Wannsee, den Platz und die weitläufige Promenade genießen. Die Hafentreppe führt direkt zu den fünf Stegen der Fahrgastschiffe und zur BVG‑Fähre. Neu ist auch ein Steg am Ende der Promenade, an dem kleine Sportboote wie Kanus und Kajaks anlegen können.

Auf der einen Seite der Hafentreppe geht es über flache Stufen nach unten, auf der anderen Seite können sich Besucher hinsetzen und auf das Wasser schauen.
© Katrin Lange | Katrin Lange
Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit werden Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg (Grüne) und Urban Aykal (Grüne), Stadtrat für Straßen und Grünflächen, am Freitag, 22. Mai, ab 15 Uhr den neu gestalteten Uferpark an der Ronnebypromenade offiziell eröffnen.
Zur Eröffnung gibt es Führungen und Schiffsfahrten
Auf die Gäste warten zwei besondere Aktionen: Zum einen laden Landschaftsarchitekten zu Rundgängen über die Anlage ein, auf denen sie die Besonderheiten der Neugestaltung erklären. Zum anderen bietet die Reederei „Stern & Kreis“ kurze Schifffahrten auf dem Wannsee an.

Die Parkanlage wurde nach der inzwischen 50-jährigen Städtepartnerschaft mit der schwedischen Stadt Ronneby benannt. Sie wurde grundlegend modernisiert und für die zukünftige touristische Nutzung optimiert. So ist ein ganz neuer Erholungsort am Wasser entstanden, wo sich die Menschen wie am Meer fühlen können.

Vom S-Bahnhof Wannsee führt jetzt ein Weg direkt zu den Fahrgastschiffen.
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Wer am S-Bahnhof Wannsee aussteigt und den Ausgang zu den Schiffsstegen nimmt, muss nicht mehr einen großen Bogen zunächst in Richtung Königstraße laufen, um dann die Kurve zum Wasser zu kriegen. Jetzt geht es direkt über die Hafentreppe nach unten.

Die Spielplätze wurden überarbeitet, einige Geräte sind dazugekommen.
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Die Wiesenfläche, der Parkbereich und die beiden Spielplätze sind ebenfalls neu gestaltet worden. Die Kletterspinne wurde von maritimen Spielgeräten wie einem Boot ergänzt, zwei Tischtennisplatten stehen für Spieler bereit. Die Aufwertung der Grünanlage erfolgte auf der Grundlage des Siegerentwurfs aus dem Büro Hutterreimann Landschaftsarchitekten.

Zwei Tischtennisplatten stehen für Spiele mit Wasserblick bereit.
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Ziel war es, einen modernen, multifunktionalen Stadtraum für die Öffentlichkeit zu schaffen. Die Arbeiten umfassten eine vollständige Sanierung der Grünanlage. So wurden unter anderem hochwertige neue Beläge auf den Wegen verlegt, die barrierefrei sind und gleichzeitig eine ansprechende Optik haben.
Es gibt viele neu geschaffene Sitzmöglichkeiten
Besucher können künftig nicht nur auf der Hafentreppe sitzen, sondern auf vielen weiteren, neu geschaffenen Bänken und kleinen Mauern. Die Grünanlagen wurden mit klimaresilienten Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern sowie attraktiven Staudenpflanzungen ergänzt. Die Neugestaltung wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) vom Bund und aus Mitteln des Landes Berlin kofinanziert. Etwa acht Millionen Euro wurden in den neuen Wannsee-Hafen investiert.
Der neue Anleger für Sportboote war auf Wunsch von Wassersportlern entstanden, da es kaum öffentliche Anlegestellen gibt. Der größte Teil der Uferbereiche rund um den Wannsee und Heckeshorn wird privat oder von Segelclubs genutzt. Die Hafentreppe, die schon länger freigegeben ist, wurde bereits gut angenommen. Touristen bleiben sitzen, Gruppen treffen sich, junge Menschen kommen zusammen. Die Eröffnung der gesamten Hafen-Anlage sollte mit dem Saisonstart der Ausflugsschiffe erfolgen.