Kruse, der während seiner Zeit beim VfL Wolfsburg unter Kovac lediglich fünf Pflichtspiele absolvierte und bereits mehrfach über ihn herzog, führte aus: „Er kommt mit Charakteren wie mir nicht gut klar. Er will das Alphatier sein und Spieler, die exakt das umsetzen, was er vorgibt. Jeder Mensch ist anders, jeder hat andere Charakterzüge und jeder muss eben auch anders gehandhabt werden. Wenn man das als Trainer eben nicht versteht, ist es meistens schwierig.“

Der 38-Jährige erklärte, weshalb er sich mit dem Kroaten nicht verstand. „Ich kannte Niko Kovac auch von seinen vorherigen Stationen. Ich wusste, was für ein Typ er ist,
worauf er achtet und was ihm sehr, sehr wichtig ist. Und ich habe relativ früh gemerkt, dass das nicht funktionieren wird“, sagte Kruse. 

Daher wollte der Angreifer auch sofort Reißaus nehmen, nachdem Kovac von Florian Kohfeldt übernahm: „Ich bin damals zum VfL Wolfsburg zurückgegangen – vor allem wegen Florian Kohfeldt, natürlich auch wegen des Geldes, das kann man ganz klar so sagen. Aber ohne Florian Kohfeldt wäre ich gar nicht zurückgegangen. Und dann war er plötzlich weg. Das war der erste Knackpunkt. Dann kam mit Niko Kovac jemand, mit dem ich mich nicht wirklich identifizieren konnte. Für mich war relativ schnell klar: Das wird nicht funktionieren –  so oder so.“