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Schwabinger Seuchenschutz-Ärzte sind gerüstet. Sie verfügen über eine spezielle Seuchenschutz-Station, falls die Hantavirus-Lage eskalieren sollte.

Mittlerweile wird auch die zweite Hanta-Virus-Kontaktperson vom Kreuzfahrtschiff „Hondius“ in der München Klinik Schwabing behandelt. Der Patient ist in einem Isolierzimmer auf der Infektiologie untergebracht. Für den Fall, dass sich die Hanta-Lage zuspitzen sollte, wäre die MüK bestens gerüstet: mit der bayernweit einzigen Sonderisolierstation (SIS). Insgesamt sieben solcher Behandlungszentren zur Versorgung von Patienten mit potenziell lebensbedrohlichen, ansteckenden Krankheiten gibt es in Deutschland.

Die Sonderisolierstation in der München Klinik Schwabing.Seuchenschutz-Profis in Schutzanzügen: Die Sonderisolierstation in der München Klinik Schwabing ist für den Ernstfall einsatzbereit, derzeit aber nicht in Betrieb. © Foto: MÜkModernisierte Seuchenschutz-Station soll München und Bayern schützen

Nach einer Modernisierung wurde die SIS heuer wiedereröffnet. Man habe „mit dem Freistaat und allen Beteiligten eine Station geschaffen, die modernen Anforderungen entspricht und auf die sich Bayern im Ernstfall verlassen kann“, sagt Dr. Tim Guderjahn, kaufmännischer Geschäftsführer der München Klinik. Dr. Wolfgang Guggemos, Leitender Oberarzt, und Oberarzt Dr. Michael Seilmaier hoffen, „dass diese Station niemals zum Einsatz kommen muss“. Aber wenn, sei „Bayern bestens gewappnet.“

Die Sonderisolierstation in der München Klinik Schwabing.Die Sonderisolierstation in der München Klinik Schwabing. © Klaus Krischock

Die SIS befindet sich im Haus 10 und damit in unmittelbarer Nähe zur infektiologischen Hauptabteilung. Hier arbeitet speziell geschultes Personal, das im Ganzkörper-Schutzanzug mit integrierter Luftversorgung und Kommunikationstechnik die Patienten versorgt.