Der Zweitliga-Absteiger Preußen Münster und Cheftrainer Alois Schwartz beenden nach dem Saisonfinale am Sonntag gegen die SV Elversberg ihre Zusammenarbeit. Wie der Verein am Donnerstag, dem 14. Mai 2026, offiziell bekannt gab, erfolgte die Entscheidung einvernehmlich nach Gesprächen über die künftige Ausrichtung in der 3. Liga.
Der 59-jährige Schwartz hatte das Amt erst Ende März von Alexander Ende übernommen, um den drohenden Abstieg zu verhindern. In den bisherigen sechs Partien unter seiner Leitung holte die Mannschaft jedoch nur vier Punkte durch vier Unentschieden und zwei Niederlagen, wodurch der Gang in die Drittklassigkeit bereits vor dem letzten Spieltag feststeht.
Nach Angaben des Vereins war der Austausch zwischen der sportlichen Leitung und dem Trainer von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Dennoch kam man zu dem Schluss, dass für die kommende Spielzeit ein personeller Neuanfang an der Seitenlinie notwendig sei, berichtete bild.de.

„In einem von gegenseitiger Wertschätzung und großem Respekt geprägten Austausch kamen beide Seiten zu dem Entschluss, die Zusammenarbeit in der 3. Liga nicht fortzusetzen, um für den Sportclub ein neues Kapitel aufzuschlagen“ teilte der Verein in einem offiziellen Statement mit.
Sportgeschäftsführer Ole Kittner hob hervor, dass Schwartz trotz der schwierigen Ausgangslage mit großer Überzeugung und Ruhe gearbeitet habe. Die erhofften Ergebnisse für den Klassenerhalt seien jedoch aus verschiedenen Gründen ausgeblieben, heißt es in der Mitteilung des SC Preußen Münster.
„Alois hat sich trotz der sehr schwierigen Ausgangslage und der Kürze der Zeit mit großer Überzeugung zum SC Preußen Münster bekannt. In einer sehr herausfordernden Situation hat er sich voll und ganz mit dieser Aufgabe und dem Club identifiziert und der Mannschaft mit seiner Ruhe und seiner Erfahrung wieder die nötige Stabilität und Sicherheit verliehen. In der Konstellation mit Kieran Schulze-Marmeling und Jannis Hohenhövel wurde wertvolle Arbeit geleistet, auch wenn die für den Klassenerhalt erforderlichen Ergebnisse am Ende aus unterschiedlichsten Gründen ausblieben. Wir blicken mit großer Wertschätzung auf die Zusammenarbeit mit Alois Schwartz“ erklärte Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie & Kommunikation.

Der scheidende Trainer blickte trotz der kurzen Amtszeit von lediglich 55 Tagen positiv auf seine Zeit in Westfalen zurück. Er betonte die gute Atmosphäre innerhalb des Clubs und im Umfeld der Fans.
„Ich war hier zwar nur kurz Trainer – aber die Zeit hat gereicht, um den Verein in mein Herz zu schließen. Umso mehr schmerzt es, dass wir den Abstieg leider nicht mehr verhindern konnten. Wir hatten in den vergangenen Tagen offene Gespräche und sind zum gemeinsamen Entschluss gekommen, dass der Club einen Neustart benötigt.“ sagte Alois Schwartz, Trainer von Preußen Münster.
In seinen weiteren Ausführungen bedankte sich der Fußballlehrer bei allen Beteiligten für das Miteinander während seiner kurzen Station beim Traditionsclub. Er äußerte zudem den Wunsch nach einer baldigen Rückkehr des Vereins in das Unterhaus des deutschen Fußballs.

„Ich war hier zwar nur kurz Trainer – aber die Zeit hat gereicht, um den Verein in mein Herz zu schließen. Ein wirklich toller Club mit großartigen Mitarbeitern und fantastischen Fans. Umso mehr schmerzt es, dass wir den Abstieg in der kurzen gemeinsamen Zeit leider nicht mehr verhindern konnten. Wir hatten in den vergangenen Tagen offene Gespräche und sind zum gemeinsamen Entschluss gekommen, dass der Club einen Neustart benötigt. Ich bedanke mich bei allen im Verein und im Umfeld für das wirklich sehr gute Miteinander, das ist nicht selbstverständlich. Und natürlich drücke ich beide Daumen, dass die Mannschaft bald wieder in der zweiten Liga spielt. Das hätten alle, die es mit Preußen halten, verdient“ kommentierte Schwartz die Entscheidung.
Wie die Westfälischen Nachrichten und die Süddeutsche Zeitung berichten, kursieren bereits erste Namen für die Nachfolge von Schwartz. Als ein potenzieller Kandidat für den Trainerposten in der 3. Liga gilt der ehemalige Trainer des SSV Ulm, Thomas Wörle.