US-Admiral: Berichte über Irans verbliebene Raketen falsch

Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper, hat Berichten über umfassende verbliebene Raketenstellungen des Irans widersprochen. Er könne keine geheimdienstlichen Informationen preisgeben, aber die öffentlich kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch, sagte Cooper in einer Anhörung im US-Kongress. Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, der Iran verfüge noch über etwa 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie 70 Prozent seines Raketenarsenals.

imago images 0855312259Vergrößern des BildesDer zuständige US-Admiral Brad Cooper widerspricht Berichten, denen zufolge Iran noch über den Großteil seines Raketenarsenals verfügt. (Quelle: IMAGO/Po2 Carson Croom/Dod/imago)

Cooper sagte, bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft gehe es um mehr als nur Zahlen zu Raketen. „Es geht um die Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerschlagen wurden.“ Hier sei Teheran empfindlich getroffen worden. „Und es geht um den Mangel an jeglicher Möglichkeit, im Hintergrund Raketen oder Drohnen herzustellen.“ Erst dann ergebe sich ein vollständiges Bild.

James Adams, Direktor des US-Militärgeheimdienstes DIA, hatte in einer früheren Anhörung im Kongress bereits anerkannt, dass der Iran weiter über erhebliche Bestände verfüge. Obwohl die militärischen Fähigkeiten des Irans durch die Luftangriffe erheblich geschwächt worden seien, „verfügt Teheran weiterhin über Tausende von Raketen und Einweg-Kampfdrohnen, die eine Bedrohung für uns und unsere Verbündeten in der gesamten Region darstellen“.

Trump: Xi biete Hilfe im Iran-Krieg an

Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump Hilfe im Iran-Krieg angeboten. „Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: ,Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun'“, sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich.

Trump betonte, dass Xi sich die Öffnung der Straße von Hormus wünsche. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. China gilt als wichtigster Importeur von iranischem Öl und ist daher besonders an einer Öffnung der Meerenge interessiert.

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