Ben Hüning und Uwe Koschinat haben nach dem Last-Minute-Einzug von Rot-Weiss Essen in die Aufstiegsrelegation leidenschaftliche Worte gefunden. Der Siegtorschütze und sein Trainer sprachen nach dem Schlusspfiff der Partie in Ulm bei „MagentaSport“ offen über die Emotionen des Abends – und schickten gleichzeitig eine klare Ansage an den künftigen Relegationsgegner.

Rot-Weiss Essen rettet sich in die Relegation

Ben Hüning jagte den Ball in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz ins Netz und ließ Essen damit am MSV Duisburg noch vorbeiziehen. Duisburg traf spät den Pfosten und kam gegen den FC Viktoria Köln nicht über ein 1:1 hinaus – damit hatte Rot-Weiss Essen das Glück auf seiner Seite. Den entscheidenden Treffer erzielte ausgerechnet Ben Hüning in einem Spiel, das für ihn historisch war.

„Das ist wahrscheinlich der krasseste Moment meiner Karriere. Die Emotionen kochen über“, sagte der Matchwinner im Anschluss bei „MagentaSport“. Für Ben Hüning war es dabei kein gewöhnliches Tor – es war sein allererstes Drittliga-Tor in einem Spiel, das ihn „sprachlos“ hinterließ.

RWE ist sich sicher „Wir können jeden Gegner schlagen“

Trotz der Erleichterung vergaß Ben Hüning nicht, den Gegner für den Abend zu würdigen: „Der Torwart der Ulmer hatte einen Wahnsinnstag, wir sind immer angerannt und haben irgendwann den Ball über die Linie gedrückt.“

Dann aber schwenkte Ben Hüning auf die Relegation um – und ließ keine Zweifel aufkommen: „Nun kann kommen, wer will. Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen mit der Hafenstraße, können wir jeden Gegner schlagen. Scheißegal, wer da kommt.“

Mögliche Gegner sind Eintracht Braunschweig, Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf oder Greuther Fürth. Die Duelle finden am 22. und 26. Mai statt.

Trainer Uwe Koschinat legte nach und betonte die Strahlkraft des Essener Stadions: „Ein Zweitligist muss nun an die Hafenstraße. Das wird sicher kein leichter Gang.“ Die Energie werde laut Uwe Koschinat „grenzenlos“ sein, die Stimmung auf den Rängen „einfach eskalieren“