Bei einer Demonstration zum palästinensischen Gedenktag Nakba in Berlin hat die Polizei 15 Menschen vorläufig festgenommen. Grund dafür seien Straftaten, die aus dem Aufzug heraus begangen wurden, teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Bei der Veranstaltung wurden nach Angaben der Sicherheitskräfte rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt. Die Polizei gab außerdem an, dass auf der Demonstration Einsatzkräfte und Journalisten angegriffen und verbotene Parolen skandiert worden seien. Eine Polizistin sei leicht verletzt worden.
Die Veranstalter nennen ihrerseits 30 Verletzte, die durch den Einsatz von Pfefferspray entstanden seien. Der Gedenktag Nakba am 15. Mai erinnert an die Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser im ersten Nahostkrieg 1948 nach der
Staatsgründung Israels. In Berlin demonstrierten die Teilnehmenden unter dem Motto »Schluss mit der Besatzung Palästinas – 78 Jahre Al Nakba« gegen den Militäreinsatz Israels im Gazastreifen und den von Israel und den USA ausgelösten Irankrieg.
Demonstrationen auch in Frankfurt (Main) und London
Auch in Frankfurt am Main zogen mehrere hundert Menschen anlässlich des
palästinensischen Gedenktages durch die Innenstadt. Auf Transparenten
stand unter anderem »Stoppt den Genozid in Gaza – Es lebe der
Widerstand«. Auch in London kamen etwa 20.000 Menschen im Stadtteil
Kensington zusammen, um an die Nakba zu gedenken.
In den vergangenen Jahren hatte es bei Demonstrationen rund um den Gedenktag in Berlin
mehrfach Tumulte und Flaschenwürfe auf die Polizei gegeben. 2025
wurden bei einer Veranstaltung mit rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehrere
Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer. 56 Menschen wurden damals
festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte danach unter anderem
wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs.
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