Bielefeld-Brackwede. 120 Tonnen Wasser sollen es sein, die die Insel in der Mitte der Manege umgeben. Aus Dutzenden Düsen kommt dieses Wasser immer wieder von oben und unten meterweit herausgeschossen. „Waterland“, so nennen die Artisten ihre kleine Insel dazwischen, auf der sich so viel abspielt. Und genau so haben sie auch ihr ganzes Zirkusprogramm getauft, dessen Gastspiel im Brackweder Gleisdreieck am Donnerstag erfolgreich Premiere gefeiert hat.
Das Interesse der Bielefelder war schon zum Auftakt groß. Mehrere hundert Zuschauer waren dabei, als am Abend die ersten Liter durch die Leitungen gepumpt und die Nebelmaschinen angeworfen wurden. Die Spannung steigt bei der Vorstellung zunächst nur langsam. Als Piraten verkleidet verdienten sich die ersten Artisten ihren Applaus am Reck. Ins Rutschen kommt im Zirkuszelt dabei niemand – weder Artisten, noch Zuschauer.
Nicht einmal der Clown verliert in der Manege effektvoll sein Gleichgewicht. Der Mann mit Schlapphut und roter Nase schafft es indes auch ohne vorgebliche Tollpatschigkeit, das Publikum in den zahlreichen Umbaupausen bei Laune zu halten. Mal trommelt er im prasselnden Regen, mal lässt er das Publikum große Wasserbälle hin und her werfen. Dass er nicht nur herumblödeln kann, sondern auch in ihm Artistenblut fließt, beweist er bei der Jonglage und auf dem Trampolin.
×
Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Bestätigung Ihrer Anmeldung.
Erst danach ist diese abgeschlossen.
Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.
×
Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht bestätigt.
Erst danach ist diese abgeschlossen.
Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.
×
Es ist einen Fehler aufgetreten
Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support
Newsletter
Aus Bielefeld
Wöchentliche News direkt aus der Redaktion Bielefeld.
Jetzt anmelden
Vor drei Jahren nach Polen geflohen
Viel zu Lachen haben die Artisten in den vergangenen Jahren nicht immer gehabt. Einst vor allem in den osteuropäischen Ländern rings um ihre Heimat der Ukraine unterwegs, mussten sie bedingt durch den Krieg vor drei Jahren zunächst nach Polen fliehen. Dort bauten sie ihren Betrieb wieder neu auf, organisierten sich ein neues Zirkuszelt und tourten fortan in Polen und bald auch in Deutschland umher.
Lesen Sie auch: 10.000 Gäste besuchen das Arminis-Sommerfest an der Schüco-Arena
Schnell fanden sie hier eine kleine, eingeschworene Fangemeinde – zu einem großen Teil selbst mit osteuropäischen Wurzeln. Doch auch die Bielefelder ohne eigene Verbindung zur Ukraine ließen sich am Donnerstagabend gerne verzaubern.
Vor allem mit ihren bunten und einfallsreichen Kostümen können die Zirkusartisten das Publikum bei der Premiere überzeugen.
| © Mike-Dennis Müller
Kostüme im „Waterland“-Zirkus immer etwas bunter
Typisch osteuropäisch, sind die Kostüme im „Waterland“-Zirkus immer etwas bunter, immer etwas ausgefallener als in vielen anderen. Je länger die Vorstellung dauert, desto verrückter wird es. Seifenblasen, Neonvögel und riesengroße, geometrische Figuren als Jonglagegegenstände ziehen die Gäste in ihren Bann. Bei allen Nummern, die etwas näher an die Kuppel des Zeltes heranreichen, geht es bei den Artisten niemals ohne Sicherung – und ganz sicher nie ohne großen Applaus. Am Ende stürzen sich Artisten hinab auf ein großes Trampolin. Ein Oktopus, der aus unzähligen Personen besteht, wandert umher. Und plötzlich tanzt da auch noch übergroßer Affe mit.
Auch interessant: Giraffe, Elefant, Kamel: Als in Bielefeld die wilden Tiere los waren
Nur der Mann am Spot verpasst so manches Mal seinen Einsatz und lässt die waghalsigen Stars der Manege gleich mehrfach zunächst im Dunkeln hängen.
Hier gibt es Karten
Weitere Vorstellungen am Samstag, 16. Mai um 15.30 Uhr und um 19 Uhr, am Sonntag, 17. Mai, um 12 Uhr und um 16 Uhr, sowie am 22., 23. 24. und 25. Mai. Tickets ab 20 Euro gibt es bei der NW an der Niedernstraße und online unter www.nw.de/events.
Waterland-Zirkus feiert Premiere
