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Es war der unrühmliche Schlusspunkt einer völlig verkorksten Saison. Beim 2:2 zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart rasteten die Ultras auf der Nordwestkurve völlig aus und brannten ein Feuerwerk ab, wie schon lange nicht mehr.
Die Mannschaften waren bereit, Schiedsrichter Tobias Welz wollte das Spiel gerade freigeben, doch statt des Pfiffs folgte der Startschuss für einen Pyro-Wahnsinn. Aus der Nordwestkurve flogen unzählige Raketen, Böller, Luft-Heuler, dazu wurden Bengalos und Rauchbomben gezündet. Minutenlang war nichts zu erkennen, das ganze Stadion war in massiven Rauch gehüllt. Erst mit einer sechsminütigen Verspätung konnte das Spiel angepfiffen werden.
Reschke: Vollkommen inakzeptabel
Doch auch während der 90 Minuten wurden immer wieder Bengalos gezündet, ein Pyro-Geschoss erwischte fast Frankfurt-Star Ritsu Doan und kurz bevor Jonathan Burkardt zum ersten Elfmeter antrat, erschütterte ein Kanonenschlag die 59.400 Zuschauer. Unfassbar! Viel schlimmer: Bei dem Pyro-Irrsinn zu Beginn wurden zwei Zuschauer in der Nordwestkurve verletzt: Einer kam glimpflich davon, der andere wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.
Vorstand Philipp Reschke (53) war fassungslos, sagte in einer ersten Reaktion: „Was heute passiert ist, ist eine Inkaufnahme von Verletzungen, und genau dazu ist es gekommen. Wer in so einem Ausmaß Raketen unters Dach schießt, in der eigenen Kurve, der hat ein Stück weit den Verstand verloren. Das hatte heute eine neue Qualität, das war Chaos und bei Chaos kommen Menschen zu Schaden. Es muss spätestens jetzt auch dem allerletzten klar geworden sein, was hier passieren kann und was auf dem Spiel steht. Ich hoffe, dass dieser Einsichtsprozess einsetzt, auch bei den letzten die auf solche Sachen stehen.“