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Am 6. Juni schaut die Box-Welt nach Leverkusen! Fame Fighting gegen Misfits – Promi-Boxen vom Feinsten. „Fame Fighting International“ verspricht ein Spektakel der Extraklasse. Einer der heißen Kämpfe des Abends: Fame Fighter Kevin Njie (30) gegen Misfits-Star Fes Batista (36). Egal, wie der Kampf ausgeht: Fes möchte sich in Deutschland einen Namen machen. Nicht nur im Ring. Der 36-Jährige hat eine bewegende Geschichte, die unter die Haut geht. Denn fast wäre Fes heute nicht mehr am Leben.

Als Jugendlicher wollte er sich das Leben nehmen

Der Brite mit pakistanischen Wurzeln wurde mit 19 an der Uni wegen seiner Hautfarbe brutal gemobbt. Da aber niemand aus seiner Familie je studiert hatte, wollte er seine Eltern nicht enttäuschen und schwieg zu den Anfeindungen. Doch die Angriffe eskalierten: „Das Mobbing war direkt, körperlich und traumatisierend“, beschreibt er. Besonders ein Erlebnis verfolgt ihn bis heute: Auf einer Studentenparty wurde er plötzlich von einem Mädchen als „Terrorist“ beschimpft. „Das traf mich völlig unerwartet. Ich konnte direkt fühlen, wie mein Herz komplett in die Hose rutschte. Ich ging nach Hause, weinte wie noch nie zuvor und dachte: Wenn ich keine weiße Haut habe, bedeutet es, ich bin kein guter Mensch.“

Durch die zahlreichen körperlichen und verbalen Angriffe fasste Fes den grausamen Entschluss, sich das Leben nehmen zu wollen. Doch in seiner dunkelsten Stunde war es ausgerechnet ein Pop-Superstar, der ihn aufhielt: „Lady Gagas Musik rettete mir buchstäblich das Leben!“ Das Lied „Marry the Night“ war ausschlaggebend: „Der Song handelt davon, die dunklen Seiten seines Lebens anzunehmen und seine Kämpfe zu akzeptieren. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich akzeptiert: Ich habe braune Haut und das ist okay.“

Einfach auf das Banner klicken und schon sind Sie am 6. Juni live dabei

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Foto: Misfits Boxing; Foto Seven Sport; Pervin Inan-Serttas; Patric Fouad

Von da an hatte Fes ein Ziel: „Ich wollte mich rächen, aber nicht mit Hass. Sondern indem ich erfolgreich werde.“ Dieser Wille brachte ihn bis nach Las Vegas. Über seinen Bekannten, Box-Star Amir Khan, bekam er Kontakt zum legendären Mayweather-Team. Dort traf er Box-Größe Jeff Mayweather und erzählte ihm seine Geschichte. Von da an war Fes’ Ziel, Boxer zu werden. Und er meinte es ernst. 2015 folgte sein erster Profikampf. Er gewann und ausgerechnet am Geburtstag von Lady Gaga (40)! „Das kann kein Zufall gewesen sein“, sagt er.

Er ist Anti-Mobbing-Botschafter der WBC

Heute kämpft Fes nicht nur im Ring. Seit Jahren setzt er sich weltweit gegen Mobbing und Rassismus ein. Noch während seiner Zeit als Amateur-Boxer 2013 machte ihn der „World Boxing Council“ sogar zum offiziellen Botschafter gegen Mobbing.

Fes einfache aber effektive Hauptbotschaft an Schulen: „BE KIND“ – sein nett!

Fes einfache, aber effektive Hauptbotschaft an Schulen: „BE KIND“ – sei nett!

Der Influencer-Boxer besucht Schulen, hält Workshops und spricht über Hass und Ausgrenzung. Selbst vor seinem großen Kampf gegen Kevin Njie wird er noch eine Schule in Leverkusen besuchen, um seine Botschaft weiterzugeben. Sein großes Ziel? „Ich habe gesagt, dass ich die Welt verändern werde.“

Fame Fighting International ist eine Kooperation zwischen Fame Fighting und dem erfolgreichen Reality-Boxformat „Misfits“ aus Großbritannien. Übertragen wird das Spektakel von BILD in Zusammenarbeit mit „The Sun“. In der neuen Show treten Fame-Fighting-Champions gegen „Misfits“-Champions an. Es ist DAS Box-Länderspiel vor der Fußball-WM!

Wenn du selbst Suizidgedanken hast oder jemanden kennst, der Hilfe braucht: Die Telefonseelsorge ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar – anonym und vertraulich.
Die Nummer lautet 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.