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Wien (Österreich) – Wurde der Brite Sam Battle (37) allein gelassen, weil er auf Deutsch gesungen hat? Der Künstler trat dieses Jahr mit dem Lied „Eins, Zwei, Drei“ für Großbritannien beim ESC an. Doch leider bekam er nur einen Punkt und wurde damit Letzter. Noch trauriger: Sam wurde anscheinend von seinem Team im Stich gelassen. In einem kurzen Video-Clip sieht man die Synth-Legende bei der „Jury-Show“ (Vorentscheid) am Freitag komplett allein auf der Couch sitzen.

Sam Battle trägt bei seinen Auftritten immer diesen pinkfarbenen Anzug, so auch beim ESC
Foto: AFP

Obwohl man ihn allein gelassen hat, war der Musiker gut gelaunt: Er lächelte dem Publikum zu
Foto: Tom Cross/X
Briten-Fans sauer auf Delegation
Glücklicherweise fand Sam Zuflucht bei den Dänen. Das skandinavische Team saß nämlich neben dem Briten und lud ihn spontan ein, bei ihnen auf der Couch mitzufeiern. Zwar winkte er fröhlich in die Menge und zeigte sich gut gelaunt. Doch der Anblick, wie er zunächst allein saß, löste bei Zuschauern Unmut aus.
Der britische Fan Tom Cross schrieb auf X: „Entschuldigung, aber wenn ich Delegationsleiter für Großbritannien wäre, hätte ich meinen Act nicht ganz allein beim Höhepunkt der Jury-Show sitzen lassen (wo es auf die Punkte ankommt), sodass er nach der Flaggenparade von dem lieben Dänemark übernommen werden musste. Vielen Dank an die Dänen. Sam, wir stehen hinter dir.“
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Die Dänen hatten ein Herz für Sam Battle. Er feierte den restlichen Vorentscheid zusammen mit Søren Torpegaard Lund (27) und seinem Team
Foto: Tom Cross/X
Darum hat Sam Battle auf Deutsch gesungen
Warum der Musiker nicht in seiner Muttersprache gesungen hat? Aus persönlichen Gründen! Sam Battle verriet „RadioTimes“ vor der Show: „Ich glaube, ich habe wahrscheinlich mehr Zeit in Deutschland verbracht als in jedem anderen Land außer Großbritannien, sei es, um an Musik zu arbeiten, Leute zu treffen oder Konzerte zu geben. Es ist also sicherlich davon inspiriert, dass ich viel Zeit dort verbracht habe.“
Battle erklärte weiter, wie die Idee hinter „Eins, Zwei, Drei“ entstand: „Ich hatte den Refrain und habe mir dann die Strophen ausgedacht, und ich fragte mich: ‚Wie lassen sich die beiden miteinander verbinden?‘ Nichts passte so richtig, und ich dachte mir, wenn es doch nur eine Sprache gäbe, in der ich zählen könnte, damit ich mich auf der Eurovision-Bühne wohler fühle. Das ergab einfach Sinn.“
Großbritannien verzeichnet eine stolze ESC-Geschichte mit fünf Siegen – der letzte liegt allerdings schon 1997 zurück, als „Katrina and the Waves“ mit „Love Shine a Light“ triumphierten.