Newsblog zur US-Politik
Trumps Ballsaal droht im Senat zu scheitern
Aktualisiert am 17.05.2026 – 15:23 UhrLesedauer: 21 Min.
US-Präsident Donald Trump spricht vom „schönsten Ballsaal der Welt“. (Archivbild) (Quelle: Jose Luis Magana/AP/dpa/dpa-bilder)
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Ein wichtiges Trump-Projekt stößt auf Widerstand. Ein Maduro-Freund wird an die USA ausgeliefert. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Ballsaal-Gelder: Trump droht Rückschlag im Senat
Einem Vorhaben von US-Präsident Donald Trump für einen neuen Ballsaal im Weißen Haus droht ein finanzieller Rückschlag. Die für die Auslegung der Geschäftsordnung zuständige Mitarbeiterin des Senats, Elizabeth MacDonough, strich am Wochenende die für Sicherheitsmaßnahmen vorgesehenen Mittel aus einem umfangreichen Ausgabenpaket, wie die Demokraten mitteilten.
Die Entscheidung erschwert die Bemühungen der Republikaner, Steuergelder für das umstrittene Projekt zu verwenden. Trump ließ einen Seitenflügen des Weißen Hauses abreißen, um den nach seinen Worten „schönsten Ballsaal der Welt“ zu errichten. Die Kosten von bis zu einer Milliarde Dollar sollten über Spenden aufgebracht werden. Nun geht es um 400 Millionen Dollar Sicherheits-Rücklagen aus dem Staatshaushalt, die der Senat blockiert.
Das Vorhaben des US-Präsidenten war auch aus Trumps eigener republikanischer Partei kritisiert worden. Vor den Zwischenwahlen im November fürchten viele republikanische Abgeordnete, das megateure Bauprojekt könne an der Maga-Basis als Symbol für die Verschwendungssucht des Staates gedeutet werden.
Trump lädt zu Gebetsveranstaltung
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat für Sonntag zu einer ganztägigen Gebetsveranstaltung in Washington eingeladen (ab 16.30 Uhr MESZ). Als Redner werden neben Predigern unter anderem Verteidigungsminister Pete Hegseth und Außenminister Marco Rubio erwartet, Trump will Medien zufolge eine Videobotschaft schicken. Das Motto lautet „Neuweihe 250: Ein landesweites Jubiläum des Gebets, Lobpreises und Dankes“.
Hintergrund ist der 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli. Zu der Versammlung zwischen Kapitol und Washington-Denkmal werden tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Trump hatte zuletzt mit Online-Bildern viel Kritik auf sich gezogen, die ihn als Papst oder Christus-artige Figur zeigen. Seine Regierung nennt die USA eine „christliche Nation“, laut Verfassung sind Staat und Kirche jedoch getrennt.
Maduro-Verbündeter an die USA ausgeliefert
Der venezolanische Geschäftsmann Alex Saab, ein Verbündeter des früheren Präsidenten Nicolás Maduro, ist am Samstag an die USA ausgeliefert worden. Dies teilte die venezolanische Einwanderungsbehörde SAIME mit. Saab war im Februar in Caracas bei einer gemeinsamen Operation von US- und venezolanischen Behörden festgenommen worden. Die Festnahme und Auslieferung deuten auf eine neue Ebene der Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden der USA und Venezuelas unter der amtierenden Präsidentin Delcy Rodriguez hin.
USA lassen Ausnahmen für russisches Öl auslaufen
Die USA haben eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise Sanktionen auf russisches Öl gelockert hatte. Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) veröffentlichte die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Maßnahme.
