Aufgrund des stetig wachsenden Flugverkehrs musste am größten deutschen Flughafen aufgestockt werden. Die bisher betriebenen Terminals 1 und 2 wurden um das neue Terminal 3 erweitert, das sich seit Oktober 2015 im Bau befand. Seit dem 23. April 2026 ist der reguläre Flugbetrieb am neuen Terminal des Frankfurter Flughafens gestartet, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte.
Nach Angaben des Flughafenbetreibers ziehen seit Mitte April und noch bis Anfang Juni 2026 die insgesamt 57 Fluggesellschaften gestaffelt um: vom bisher genutzten Terminal 2 geht es dauerhaft ins Terminal 3 im Süden des Flughafens. Laut dem Online-Portal reisetopia.de soll im Anschluss das Terminal 2 in den Ruhemodus versetzt und generalsaniert werden.
Der Umzug soll laut Fraport in vier Wellen vonstattengehen. Seit der Eröffnung am Donnerstag, 23. April 2026, starten bereits größere Airlines wie Emirates, Qatar Airways, Etihad Airways sowie mehrere asiatische Fluggesellschaften von Terminal 3, informiert Frankfurt Airport. Welche Airlines seit dem 5. Mai 2026 vom neuen Terminal 3 abfliegen und auf welche Änderungen sich Reisende einstellen müssen, erfahren Sie hier.
Flughafen Frankfurt: Welche Airlines fliegen seit dem 5. Mai am neuen Terminal 3 ab?
Laut Frankfurt Airport handelt es sich bei den betroffenen Fluggesellschaften, die seit Dienstag, den 5. Mai 2026, an Terminal 3 zu finden sind, um folgende:
- Air Algérie
- Air Astana
- Air Cairo
- Air Montenegro
- Air Serbia
- Centrum Air
- FlyErbil
- MEA Middle East Airlines
- Nesma Airlines
- Nouvelair
- Qanot Sharq
- Royal Air Maroc
- Royal Jordanian Airlines
- SkyUp Airlines
- Tunisair
- Turkmenistan Airlines
- Uzbekistan Airways
Flugreisende, die bei einer dieser Airlines gebucht haben, sollten also am Terminal 3 einchecken. Um sicherzugehen, finden Sie laut Frankfurt Airport die aktuellsten Informationen zu Terminal, Check-in-Halle, Gate und Status über die Flugsuche auf der Flughafen-Webseite. Kurzfristige Änderungen sind demnach möglich.
Die nächsten Termine, ab denen Airlines ins Terminal 3 umziehen, sind laut Frankfurt Airport Dienstag, der 19. Mai und Dienstag, der 9. Juni 2026. Zudem sollen im weiteren Jahresverlauf noch die Airlines Air Anka, Corendon Airlines, Nile Air und Star East Airlines folgen.
Anreise und Kontrollen am Terminal 3 des Flughafens Frankfurt: Welche Änderungen müssen Fluggäste beachten?
Für viele Reisende ändert sich vorwiegend die Anreise: Terminal 3 hat keinen eigenen Bahnanschluss. Wer mit dem Zug über den Regional- oder Fernbahnhof des Flughafens ankommt, kann anschließend vom Terminal 1 mit der neuen Sky-Line zum Terminal 3 fahren, informiert Frankfurt Airport. Die Abfahrt erfolgt demzufolge etwa alle zwei Minuten, die Fahrt zwischen den Terminals dauert acht bis zehn Minuten. Umstiege könnten dadurch aufwendiger werden – besonders zwischen Terminal 1 und 3. Bei kurzen Anschlusszeiten sollten Passagiere mehr Puffer einplanen.
Eine Anreise mit dem Auto ist laut Frankfurt Airport gut möglich: Terminal 3 wurde an das bestehende Verkehrsnetz angebunden. Ein neues Parkhaus gegenüber dem Terminal 3 bietet auf acht Etagen Platz für 8500 Pkw.
Eine weitere Neuerung, die Flugreisende kennen sollten, betrifft die Sicherheitskontrollen: Im neuen Terminal 3 werden ausschließlich moderne CT-Scanner genutzt, informiert der Flughafen auf seiner Webseite. Flüssigkeiten und Laptops können deshalb meist im Handgepäck verbleiben. Außerdem sind bis zu zwei Liter Flüssigkeit erlaubt – der bisherige transparente, wiederverschließbare Ein‑Liter-Beutel und die Grenze von 100 Millilitern pro Behälter entfallen.
Diese neuen Regelungen haben allerdings einen Haken: Beim Rückflug gelten die Sicherheitsbestimmungen eines anderen Flughafens und damit gegebenenfalls auch wieder die strengeren Flüssigkeitsvorgaben. Wer das vergisst, könnte Probleme an der Sicherheitskontrolle des Rückflughafens bekommen. Wie Euronews berichtet, rüsten zwar immer mehr Flughäfen auf CT-Scanner um und erlauben damit bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Behälter im Handgepäck. Die Umstellung läuft jedoch je nach Airport unterschiedlich schnell und ist längst nicht überall umgesetzt. Teils gelten für verschiedene Terminals desselben Flughafens unterschiedliche Regeln – wie am Frankfurter Flughafen.