„Turrob“ pflegt den Rasen im Sportpark Ostra in Dresden. Foto: LHD
Plan: Weil die künstlichen Kollegen auch Nachtschichten schieben, bleibt mehr Zeit für Sport
Dresden, 18.05.26. Weil die Pflege von Stadien und anderen Sportanlagen durch Menschen langwierig, teuer und oft etwas verschwenderisch ist, teilt die Stadt Dresden nun Roboter – teils in Nachtschichten – als Saubermänner und Rasentrimmer ein. Das geht aus einer Mitteilung des Steinbeis-Europa-Zentrums hervor, das dieses Projekt im Zuge des Programms „Mobilities for EU“ mitbetreut.
„Durch die Automatisierung der regelmäßigen Rasenpflege können Sportanlagen ihre Nutzungszeiten maximieren.“
Steinbeis-Europa-Zentrum
„Der Einsatz beider Roboter zeigt, wie Dresden praktische Anwendungen von Automatisierung und Robotik auch über den Verkehrsbereich hinaus testet“, heißt es von Steinbeis. Solche Projekte sollen ausloten, „wie smarte Technologien Nachhaltigkeit, betriebliche Effizienz und Lebensqualität in Städten verbessern können“.
Roboter reinigen bis zu 1800 m² pro Stunde
Konkret setzt Dresden zwei autonome Serviceroboter im Sportpark Ostra ein: Der Reinigungsroboter „Taski GS Ecobot 50 Pro“ säubert Innenflächen im Sportpark. Er navigiert dabei mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), Sensoren, Kamera und Lidar (Lichtradar) durch die Anlagen. Taskis Kollege „Turfrob“ ist ein Kunstrasenpflege-Roboter. Er soll den Sportrasen selbstständig bürsten, auflockern und dessen Füllmaterial umverteilen, „um gleichbleibende Spielbedingungen sicherzustellen und die Lebensdauer des Platzes zu verlängern“, so Steinbeis.
Die Roboter sollen menschliche Arbeitszeit sowie – durch genauere Dosierung – auch Wasser und Reinigungsmittel sparen. Und da sie auch Nachtschichten schieben, bekommen die Sportler mehr Zeit auf dem Rasen und an den Sportanlagen, weil sie tagsüber kaum noch durch Pflegekolonnen blockiert werden.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: Steinbeis/IDW, Dresden-Wiki

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