Raoul Roßmann
Rossmann-Chef über sein Vermögen: „Überhaupt nicht gerecht“
21.05.2026 – 01:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Raoul Roßmann (Archivbild): Der Unternehmer aus der Region Hannover hat sich klar zur AfD positioniert. (Quelle: via www.imago-images.de/imago)
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Rossmann-Chef Raoul Roßmann boykottiert Tesla und bekehrt AfD-Wähler. Was er über sein Vermögen sagt, klingt nach einem Eingeständnis.
„Nein, das ist überhaupt nicht gerecht“ – mit diesen Worten kommentiert Rossmann-Chef Raoul Roßmann sein eigenes Vermögen. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ spricht der 41-Jährige über seinen Tesla-Boykott, die AfD – und darüber, was er vom eigenen Wirtschaftssystem hält.
Den Verzicht auf Tesla-Fahrzeuge seit 2024 begründet Roßmann mit Musks politischem Engagement: „Ich wollte den Wahlkampf von Herrn Trump nicht mitfinanzieren.“ Musk habe sich mit einer „unglaublichen Penetranz“ in europäische Angelegenheiten eingemischt – das habe in ihm den Wunsch geweckt, sich zu wehren.
Raoul Roßmann will Björn Höcke nicht begrüßen müssen
Zur AfD sagt Roßmann, er habe einen Freund aus seinem persönlichen Umfeld erfolgreich von der Partei weggebracht: „Mit Wählern muss man reden. Mit den Argumenten der AfD muss man sich auseinandersetzen. Aber sie hoffähig machen, indem man sie einlädt? Nein.“ Björn Höcke wolle er nicht in seiner Firma begrüßen. Den Familienunternehmer-Verband verließ er, nachdem dieser die AfD eingeladen hatte – und ist bis heute nicht zurückgekehrt.
Bei der Erbschaftsteuer sieht Roßmann Reformbedarf – die bestehende Regelung begünstige hohe Vermögen zu sehr. Eine höhere Steuer hätte sein Unternehmen „ohne Weiteres ausgehalten“. Dennoch hält er das marktwirtschaftliche Modell für das beste verfügbare: Wirtschaftssysteme, die Gerechtigkeit für alle anstrebten, scheiterten in der Regel.
