Eine Untermiete mit einem höheren Preis oder gar Vermittlungsgebühren seien unzulässig, teilt eine Sprecherin des Studierendenwerks Berlin auf Anfrage mit. Eine Untermiete müsse vom Studierendenwerk für höchstens sechs Monate genehmigt werden. „Sobald uns Fälle von irregulärer Untervermietung bekannt werden, erfolgt unverzüglich eine fristlose Kündigung.“
Teure Mehrbettzimmer, befristete Verträge und Express-Zugänge für Wohnheime gegen Geld: Für viele junge Menschen aus dem Ausland ist die Perspektive auf dem Berliner Wohnungsmarkt schlecht.
„Etwas ist kaputt an diesem System“, sagt Sahil B. „Es scheint, als würden die Behörden das nicht genauer überprüfen – doch etwas muss sich ändern“. Man müsse sich die Geschäftspraktiken bestimmter Unternehmen genauer anschauen. Er selbst empfinde das, was er und andere erlebt haben sollen, als eine Form der Ausbeutung. Erst als er an seiner Uni nicht-indische Studierende kennengelernt habe, habe er bemerkt, dass viele von ihnen in privaten, größeren und günstigeren Zimmern wohnen als er.